Debatte um Ausbau in Rosenheim geht weiter *Mit Umfrage* 

März: "Mit der vierten Spur ist die Kufsteiner Straße am leistungsfähigsten" 

Die Kufsteiner Straße soll stark ausgebaut werden - wenn es nach dem Verkehrsausschuss geht. Die Grünen allerdings kippten mit einem Antrag auf ein Quorum den Beschluss. Jetzt entscheidet der Stadtrat im Juli.
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Die Kufsteiner Straße soll stark ausgebaut werden - wenn es nach dem Verkehrsausschuss geht. Die Grünen allerdings kippten mit einem Antrag auf ein Quorum den Beschluss. Jetzt entscheidet der Stadtrat im Juli.

Rosenheim - Die Diskussionen um die Ausbau-Pläne der Kufsteiner Straße reißt nicht ab. Während die Stadt einen Ausbau einer vierten Spur hartnäckig verfolgt, stemmen sich die Grünen weiter gegen die Verbreiterung.  

Auf Forderung der Grünen Stadtratsfraktion landete in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erneut der Ausbau der Kufsteiner Straße auf dem Tisch. Im Fokus der Machbarkeitsstudie zum Ausbau im nördlichen Teil: Die Breite für Geh- und Radweg, die im Gesamten 4,55 Meter unter Einhaltung des Sicherheitsraums beträgt. Die Fahrbahnbreite für den Straßenverkehr wird im Kreuzungsbereich mit 15,20 Meter bemessen. Unter Beibehaltung des vierstreifigen Ausbaus ergibt sich damit eine Bauwerkweite von 24,30 Meter. Die ursprüngliche Planung sah 21,20 Meter vor. 

>> Update: Inzwischen hat der Stadtrat Rosenheim einen Beschluss gefasst <<

Vierspuriger Ausbau grundsätzlich realisierbar 

Mit der Machbarbarkeitsstudie soll der mögliche Ausbauquerschnitt im Bauwerksbereich unter Berücksichtigung der Bebauung, der Bahnanlage, des Baugrunds sowie der Linienführung der Straße ermittelt werden. Für die Beurteilung maßgeblich ist die Lage der Brücke. Zur Ausführung ist ein Vollrahmen mit hochgesetzten Geh- und Radwegen vorgesehen, unter denen die Verschubbahnen angeordnet sind. Da die Lastabtragung über fünf Meter breite Verschubfundamente erfolgt, wird bei der ursprünglichen Planung von drei Metern Geh- und Radweg ein Sporn erforderlich, der bei der verbreiterten Variante entfallen kann. Der Gesamtabstand des Verbaus ändert sich nur geringfügig. Den breiteren Ausbau zu realisieren, ist laut der Studie also grundsätzlich möglich

Um den Straßenquerschntitt zu verbreitern ist allerdings eine Verschiebung in Richtung Westen notwendig, wodurch die Stadt zusätzlichen Grund erwerben muss - was jedoch kein Problem darstellen sollte. Zusammenfassend bestätigt die Machbarkeitsstudie die Verwirklichung der Eisenbahnüberführung. Die Gesamtkosten belaufen sich ersten groben Schätzungen zufolge auf rund 17,8 Millionen Euro

Ihre Meinung ist gefragt:

Wirklich zufrieden gaben sich die Grünen mit der Vorstellung der Studie nicht. Die Vertreter im Ausschuss ärgerte vor allem die kontinuierliche Planung der vierten Spur. Oberbürgermeister Andreas März (CSU) argumentierte: "Am Ergebnis der Machbarkeitsstudie ändert sich ja nichts. Mit der vierten Spur ist die Kufsteiner Straße am leistungsfähigsten, darum schlagen wir das so vor. Ob die vierte Spur letztlich eine Spur für den ÖPNV wird oder möglicherweise für Radwege liegt bei Ideen und Vorschlägen von künftigen Planungsbüros." 

Trotz dieser Erläuterung stimmten die drei Grünen Ausschussmitglieder Franz Opperer, Peter Rutz und Sonja Gintenreiter gegen die weitere Planung zur Erneuerung der Eisenbahnunterführung mit Bau einer Grundwassewanne, für die der Ausbauquerschnitt der Straße mit beidseitigem 4,55 Meter breitem Geh- und Radwegen und einer Gesamtbreite von 24,30 Metern zugrunde gelegt wird. 

Stadtrat beschäftigt sich am 22. Juli mit der Kufsteiner Straße 

Gegen den jüngsten Beschluss zum vierspurigen Ausbau des Verkehrsausschusses legte die Grüne Stadtratsfraktion ein Veto ein. Dies wiederum rief die CSU auf den Plan: In einer schriftlichen Stellungnahme machten sie ihrem Ärger über den Widerstand der Grünen Luft. Auch die SPD bekannte sich in einer Stellungnahme deutlich zum verabschiedeten Ausbau der Kufsteiner Straße. 

Die Debatte, wie die Kufsteiner Straße ausgebaut werden soll, wird in der Sitzung des Stadtrats am 22. Juli wieder aufgegriffen. 

mb

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