Besuchsdienst „Kind im Krankenhaus“ in Rosenheim beendet Tätigkeit

„Außerordentlich langjähriges Engagement“ - 35 Jahre ehrenamtlicher Einsatz für kranke Kinder

Besuchsdienst Kind im Krankenhaus Dankessen der Damen
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Dezember 2019: Barbara Heuel; Vorne: die Damen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Rosenheim bei einem Dank-Essen, ganz hinten: einige der Damen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Vogtareuth; nicht im Bild: Elizabeth Kaube, Leiterin des Besuchsdienstes in Rosenheim.

Rosenheim - Der Besuchsdienst „Kind im Krankenhaus“ in der RoMed Klinikum Rosenheim beendet dieses Jahr ihren Dienst. Dieser Dienst zeichnet 35 Jahre ehrenamtliches Engagement für kranke Kinder aus.

Die Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Rosenheim im Wortlaut:

Lange ist es her, dass Eltern auf der Kinderstation unerwünscht waren und ihre Kinder nur zu den festgesetzten Zeiten besuchen konnten. „Vor 35 Jahren litten im Krankenhaus noch viele Kinder unter der Trennung von der Familie. Das war der Ausgangspunkt für unseren Besuchsdienst Kind im Krankenhaus, den Prof. Dr. Peter Peller, damaliger Leiter der Kinderstation, sehr begrüßte und unterstützte. Unsere Ehrenamtlichen haben mit viel Engagement über diese lange Zeit hinweg die Kinder besucht, ihnen vorgelesen, sie getröstet – einfach Zeit mit ihnen verbracht und so den Klinikaufenthalt gefühlsmäßig verkürzt,“ erzählt Marianne Guggenbichler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Rosenheim.

Schon bei der Feier zum 30-jährigem Bestehen im RoMed Klinikum Rosenheim betonte das Klinikpersonal, dass es den Besuchsdienst als sehr entlastend empfand. Auch für die Eltern war es sehr beruhigend, dass ihre Kinder nicht alleine bleiben mussten. Jedes Jahr investierten die Damen des Besuchsdienstes dabei unter Leitung von Elizabeth Kaube zwischen 200 und 400 Stunden, wobei sich der Bedarf über die Jahre sehr verändert hat: Die Kinder sind mittlerweile durchschnittlich nur mehr ein paar Tage im Krankenhaus und Babys werden weitgehend selbst von ihren Müttern versorgt.

Der Besuchsdienst bot den Ehrenamtlichen dabei nicht nur ein Feld sinnvoller und erfüllender Tätigkeit zugunsten von Kindern und Familien, sondern führte über die Jahre auch zu einem engen Zusammenhalt.
„Dem Kinderschutzbund ist nicht nur an einer fachlichen Begleitung der Ehrenamtlichen gelegen, z.B. über eine entsprechende Vorbereitung auf das freiwillige Engagement und eine Sicherung der Qualität über regelmäßige Austauschtreffen. Wir pflegen darüber hinaus eine rege Anerkennungskultur und den persönlichen Kontakt. Schon in unserem Leitbild ist verankert, dass die Arbeit im Kinderschutzbund Freude machen und zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen soll. Diese Freude wurde bei den Damen des Besuchsdienstes immer spürbar, trotz der Herausforderungen, die die Beschäftigung mit kranken Kindern naturgemäß mit sich bringt,“ so Guggenbichler.

Nun gehen die neun Damen in den wohlverdienten Ruhestand. „Aufgrund der aktuellen Situation werden die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes Kind im Krankenhaus Rosenheim bei der Jahreshauptversammlung 2021 gebührend verabschiedet und ihr außerordentlich langjähriges Engagement gewürdigt. Wir freuen uns darüber, dass uns die Damen nach wie vor beim Taschen packen für das Willkommen!-Projekt in der Stadt Rosenheim erhalten bleiben,“ so Guggenbichler abschließend.

Die Pressemitteilung des Kinderschutzbundes

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