Alte Skulpturen in neuer Umgebung

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Derzeit ist am Bahnhof die Welt mit Brettern vernagelt.

Rosenheim - Ein moderner, freundlicher, attraktiver und barrierefreier Bahnhof soll in Rosenheim entstehen - Zur Landesgartenschau soll er die Besucher herzlich empfangen.

Modern, freundlich, attraktiv und barrierefrei soll sich der Bahnhof in Zukunft präsentieren. Die Umbauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren, was die Fahrgäste deutlich zu spüren bekommen.

Seit Montag sind die Zugänge zur Bahnhofshalle vorübergehend geschlossen (wir berichteten).

Der Start für die umfangreichen Sanierungsarbeiten erfolgte im Mai 2008. Die Gesamtfertigstellung des Projekts ist für das Frühjahr 2011 geplant. Der Großteil der Arbeiten ist allerdings zur Eröffnung der Landesgartenschau beendet. Wenn sie beginnt, soll für die Besucher die Welt am Bahnhof nicht mit Brettern vernagelt sein, wie derzeit.

„Wir liegen mit den Arbeiten voll im Zeitplan“, freut sich eine Bahnsprecherin. Die Kosten betragen nach Angaben der Bahn 8,8 Millionen Euro für den Bau der Unterführung, 20 Millionen Euro für den barrierefreien Ausbau der Bahnsteige, 1,7 Millionen Euro für die energetische Ertüchtigung des Bahnhofsgebäudes und 2,4 Millionen Euro für die restlichen Umbauarbeiten.

Geschehen ist in den vergangenen Wochen und Monaten viel. Die Dachfläche des Bahnhofsgebäudes wurde komplett erneuert, der Vollwärmeschutz an den Fassaden Nord, Ost und West fertiggestellt, und Fenster und Schaufenster wurden ausgetauscht.

Abgeschlossen ist der Umbau größtenteils schon im Erd- und Obergeschoss im Ostflügel. Teilweise wurden dort die Mietflächen bereits übergeben, so etwa das Reisezentrum, Lotto und Toto, Bäckerei und das Spiele- Center, das die Gemüter erregte, weil die Bahn ohne diese Nutzung den Bahnhof nicht bis zur Landesgartenschau umbauen wollte.

In vollem Gange sind jetzt Umbau und Entkernung im Westflügel. Nach derzeitigem Stand sollen die ersten Mietflächen zum Ausbau im März den Mietern zur Verfügung stehen. Die Eröffnung der ersten Geschäfte im Westflügel ist für Mai geplant, also erst knapp nach Eröffnung der Landesgartenschau.

Die Neugestaltung der Empfangshalle hat gestern begonnen. Für voraussichtlich vier Wochen sind deshalb das Reisezentrum und die Geschäfte im Ostflügel nur über den seitlichen Zugang vom Bahnsteig 1 aus erreichbar. Warteflächen stehen damit nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung. Der Weg zum Seiteneingang ist zusätzlich beschildert. „Da bitten wir die Reisenden um Verständnis. Der Umweg ist aber leider unvermeidbar“, so die Bahnsprecherin.

Wie bisher soll auch in den kommenden Monaten der Umbauphase der Betrieb des Bahnhofs aufrecht erhalten bleiben: „Das bedeutet eine große logistische Herausforderung.“ Immerhin sei der Bahnhof Rosenheim mit täglich rund 15.000 Reisenden stark frequentiert. Auf die Behinderungen und Einschränkungen, die sich durch die Bautätigkeit ergeben, würden die meisten der Fahrgäste aber bis jetzt sehr verständnisvoll reagieren.

Besonderer Wert wird nach den Worten der Bahnsprecherin darauf gelegt, dass der Bahnhof auch nach Abschluss der Arbeiten seinen ursprünglichen Charakter behält. Er werde als bedeutendes Bauwerk der 50er- Jahre weiter erkennbar bleiben. Darum sollen auch die Kunstwerke im und am Bahnhof wieder installiert werden, etwa die „Bahnhofs- Zenzi“, eine Skulptur von Marianne Lüdicke, die eigentlich den Namen „Sitzendes Mädchen“ trägt. Die Bahnsprecherin dazu: „Dieses Werk wurde von der Bauleitung ausgiebig vermessen, damit es später exakt in die neue Terrasse eingepasst werden kann.“

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Archivbilder: Durchstoß bei der Bahnhofsunterführung:

Bahnhof: Durchstoß bei Unterführung

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