"Bavarian Tigers" beim Skitourenmarathon

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Rosenheim/Zermatt – Die ganze Wintersaison bereiteten sich die drei Rosenheimer auf den Skitourenmarathon vor. Bei einer Streckenlänge von 53 Kilometern und fast 4000 Höhenmetern war das auch nötig.

Der schwerste und längste Skitourenmarathon der Alpen, nur alle zwei Jahre von der Schweizer Armee ausgerichtet, forderte über eine Länge von 53 Kilometern mit 3994 Höhemeter im Aufstieg und 4090 Höhemeter in der Abfahrt eine intensive Vorbereitung. Bei der Materialauswahl konnte das Team auf die perfekte Unterstützung des Rosenheimer Bergsportspezialisten Montagne Sport zurückgreifen. Mit zahlreichen Trainingstouren und der abschließenden Generalprobe, einer Trainings-Tagestour auf Groß Venediger und Keeskogel über das Obersulzbachtal, schloss die Rosenheimer Patrouille ihre Vorbereitungen ab.

Skitourenmarathon in den Alpen

Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr
Skitourenmarathon in den Alpen
Skitourenmarathon in den Alpen © Franz Knarr

DAV-Team startet nach Zermatt

Am 22. April schließlich, startete das Team, nach Zermatt, in den Walliser Alpen. Zuvor weckte die Teilnahme, an diesem außergewöhnlichen Hochgebirgswettkampf, noch das Interesse eines Filmteams von Red Bull TV. Begleitet vom vierköpfigen Kamerateam, erledigten die Wettkämpfer die notwendigen Startregistrierung, sowie die umfassende Materialkontrolle der Schweizer Armee und letzte Vorbereitungen zum Start vom 23. auf den 24. April. Um 17.00 Uhr verkündete Ivo Burgener, Kommandant der 14. Patrouille des Glacier, dass der Wettkampf bei besten Verhältnissen stattfinden kann.

Startschuss zum ersten Streckenabschnitt

Um Mitternacht fiel für Franz und Hans Knarr sowie Matthias Heiß, nach einigen wenigen Stunden der Ruhe, der Startschuss. Nach einem turbulenten Start durch die Straßen Zermatts, legte das Team die ersten Kilometer, in einer mondhellen Nacht, unter der Silhouette des Matterhorns, mit Turnschuhen zurück. Nach einer guten Stunde konnten die Skier angelegt werden und der erste, anspruchsvolle Anstieg auf die Tete Blanche forderte das Anseilen zur Dreierseilschaft und eine taktische Herangehensweise an den mit 3650 Meter höchsten Punkt des Streckenverlaufs. Die hervorragenden Bedingungen und die gute Betreuung der Schweizer Armee, beim Passieren der Check- und Verpflegungsstationen, sorgten auf der ersten Etappe bis Arolla, für eine hervorragende Zeit der Rosenheimer von fünf Stunden und 18 Minuten. Bis zum Morgengrauen waren bei der Kontrollstation Arolla 2113 Höhenmeter im Aufstieg, 1749 Höhemeter in der Abfahrt auf 28 Kilometer absolviert.

Die zweite Etappe

Auf den folgendem Streckenabschnitt, bis zum Ziel nach Verbier, stellte nicht mehr die Höhenlagen und das vergletscherte Hochgebirge maximale Ansprüche an Physe und Phsyche, sondern die zu Fuß passierenden Abschnitte über den Riedmattenpass und zur Rosablanche, sowie die langen, bis zu 40 Grad steilen Abfahrten. Die zunehmende Wärme sorgte besonders in der 250 Höhemeter langen Tragepassage zur Rosablanche für schweißtreibende Arbeit. Glücklicherweise sorgten ab diesem, letzten Streckenteil hunderte von Fans, mit Kuhglocken und Alphörnern für wahre Volksfeststimmung!

Der Zieleinlauf

Nach einer langen, rasanten Abfahrt durch das Skigebiet von Verbier erreichte das Team der DAV Sektion Rosenheim mit einem Schlusssprint nach zwölf Stunden und zwei Minuten das ersehnte Ziel! Für die erste Teilnahme bei der Patrouille des Glacier bedeutet dies für die Drei, in der Kategorie der zivilen Amateure, Platz 77. unter den 158. gestarteten Patrouillen. Insgesamt waren in allen Kategorien 2271 Teilnehmer in 757 Patrouillen gestartet.

Franz Knarr

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