BayWa-Gelände: Planung kommt gut an

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So könnte es in Zukunft auf dem BayWa-Gelände aussehen, wenn diese Planung durchgeht: Bebauung zwischen Kufsteiner Straße, Miesbacher Straße, Grüngürtel und bestehenden Wohnungen, (links unten die vorgesehenen Wohnungen, überwiegend seniorengerecht).

Rosenheim - Auf dem BayWa-Gelände sind Wohnungen, Hotels, Discount-Märkte und weitere Dinge geplant. Die Zu- und Abfahrtswege dazu bleiben aber ein Problem.

Ob die lange Geschichte der Planungen auf dem BayWa-Gelände an der Panorama-Kreuzung nun ein Ende findet, ist offen. Jedenfalls stellte die Stadt jetzt im Rahmen der sogenannten frühzeitigen Bürgerbeteiligung das aktuelle Vorhaben vor, eine Mischung aus Einzelhandel, Hotel, Büros und Wohnungen.

Die Informationsveranstaltung im Rathaus fand großes Interesse. Stadtbaudezernent Helmut Cybulska stellte die Planungen für das rund 20.000 Quadratmeter große Grundstück vor.

Als größere Einzelhandelsgeschäfte sind ein Aldi-Lebensmitteldiscounter mit rund 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Drogeriemarkt mit rund 700 Quadratmetern Verkaufsfläche vorgesehen, ergänzt durch eine Bäckerei und eine Metzgerei für die Nahversorgung. Der Aldi-Markt in der Kufsteiner Straße würde dann schließen.

Große Teile des Areals sind für einen Hotelkomplex, Büronutzung und nicht störendes Gewerbe vorgesehen. Auch 68 Seniorenwohneinheiten mit und ohne betreutes Wohnen sowie 25 Wohneinheiten für "Jung und Alt" sollen entstehen. Planer Dr. Norbert Weickenmeier erläuterte das Vorhaben auf Wunsch des Investors Firma RMI Immobilien aus Pfarrkirchen. Integriert in die Gesamtansicht sind auch das zweistöckige Bürgerhaus Happing sowie die Alte Mühle samt Café.

Zu- und Abfahrten noch zu klären

Wie die Zu- und Abfahrtsprobleme gelöst und die Bewohner der angrenzenden Bebauung vor Lärm geschützt werden kann, ist auch bei dieser Planung wie bei den vorherigen eine Hauptfrage. Sowohl die Kufsteiner Straße als auch die Miesbacher Straße sind stark frequentiert, über die Panorama-Kreuzung fahren täglich rund 26.000 Autos. Das Baukonzept berücksichtigt nach Aussagen des Planers besonders den Lärmschutz zur angrenzenden Wohnbebauung. Die mehrstöckigen Baukörper - drei Etagen plus Dachterrasse - schirmen einerseits die Wohnbebauung vom äußeren Verkehrslärm ab und bilden gleichzeitig einen attraktiven Innenhof mit genügend Parkplätzen, nach der Devise "fünf Parkplätze, ein Baum". Die bereits bestehende Wohnsiedlung neben der BayWa-Wiese und die geplanten mehrstöckigen Wohnungsneubauten daneben werden durch einen Grüngürtel mit Bachlauf voneinander getrennt.

Die Erschließung des BayWa-Geländes soll über die Happinger Straße - Einfahrt zwischen geplantem Bürgerhaus und Telekomgebäude - erfolgen. Hier setzt die massive Kritik der Anwohner ein, die einen permanenten Stau an der Ausfahrt Happinger Straße fürchten und prognostizieren: "Das Chaos wird auf jeden Fall kommen". Baudezernent Cybulska räumte ein, dass in der Tat an diesem neuralgischen Punkt noch Fragen des Verkehrsflusses zu lösen seien. Eine Computersimulation des Verkehrsflusses soll Aufschluss geben.

Positiv gesehen wurden in der Versammlung das optimal angelegte Fußgänger- und Radwegenetz sowie die Baumbepflanzungen längs der Kufsteiner Straße und der Miesbacher Straße. Ob und wo die durch das Areal führende Erschließungsstraße eine Zu- und Abfahrt zur Bundesstraße 15 haben wird, muss noch mit den Verkehrsbehörden geklärt werden.

Die Planung wurde insgesamt positiv aufgenommen. Die Anwesenden registrierten vor allem erleichtert, dass im Vergleich zu früheren Planungen sowohl die Größe der Einzelhandelsflächen als auch die Höhe und Dichte der Baukörper zugunsten einer besseren "Wohnqualität und Wohlfühlkultur" reduziert worden seien.

So sei auch das Ziel der frühzeitigen Bürgerbeteiligung erreicht worden, stellte Baudezernent Helmut Cybulska fest. Der Bürgerschaft werde damit die Möglichkeit gegeben, durch wünschenswerte, konstruktive Kritik rechtzeitig in die Planungen einbezogen zu werden, selbst wenn nicht alle Wünsche und Anregungen aufgrund bestehender Sachzwänge realisierbar seien.

je/Oberbayerisches Volksblatt

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