Kundgebung „Für ein Ende des Lockdowns“

Rund 350 Teilnehmer bei Corona-Demo auf dem Max-Josefs-Platz am Sonntag

Demo gegen Corona-Maßnahmen
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Eine Teilnehmerin hält während einer Demonstration der Initiative „Querdenken“ gegen die Corona-Maßnahmen ein gebastelte Toilettenpapierrolle mit der Aufschrift „Grundgesetz“ in den Händen. (Symbolbild)

Auch dieses Wochenende wurde am Sonntag, 24. Januar, wieder einmal gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Unter dem Motto „Für das Ende des Lockdowns. Für die Wiederherstellung der Grundrechte. Gemeinsam für die Freiheit.“ versammelten sich Teilnehmer ab 14 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim.

Rosenheim - Laut Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, waren auf der Demonstration am Sonntagnachmittag in der Spitze zwischen 300 und 350 Personen gezählt worden. Im Vorfeld hatte die Stadt Rosenheim „circa 200 Teilnehmern“ erwartet. „Die Demonstration ist friedlich abgelaufen“, so Emig im Gespräch mit rosenheim24.de weiter. Man habe 13 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geahndet. Ansonsten sei die Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse vonstatten gegangen.

Polizei mit 60 Einsatzkräften vor Ort

Auch der Zeitrahmen sei eingehalten worden. „Um 15.30 Uhr war die Veranstaltung vorbei.“ Die Polizei betreute die Demonstration mit 60 Einsatzkräften.

Bei der Kundgebung hatte es ein offenes Mikrofon gegeben. Zu den Sprechern gehörte auch das Rosenheimer AfD-Stadtratsmitglied Andreas Kohlberger. Am vergangenen Freitag (22. Januar) hatte eine Sprecherin der Stadt Rosenheim bestätigt, dass die Veranstaltung fristgerecht von einer „Privatperson aus der Querdenkerszene“ angemeldet worden sei. Laut Polizei handelt es sich beim Anmelder der Demo um die selbe Person, welche regelmäßig Mahnwachen gegen die Corona-Beschränkungen auf Rosenheims Ichikawa-Platz organisiere.

Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim begründete gegenüber rosenheim24.de die Durchführung der Demonstration auf dem Max-Josefs-Platz: „Grundsätzlich finden Demonstrationen an dem Platz statt, für den sie angemeldet werden.“ Würde es in Bezug auf den Wunschort sicherheits- oder infektionsschutzrechtliche Bedenken geben oder der Platz schon belegt sein, könne der Versammlungsort in Absprache mit dem Anmelder verändert werden. Auch ob der Platz für die angemeldete Teilnehmerzahl ausreiche, sei ein Kriterium.

Inzidenzwerte in Stadt und Landkreise moderat gestiegen

In Stadt und Landkreis Rosenheim hält sich der 7-Tage-Inzidenzwert mit Stand 25. Januar derweil bei 129,0 (Stadt) beziehungsweise 118,2 (Land). Am vergangenen Samstag war die „Corona-Leine“, also die 15 Kilometer-Regel für den Aufenthalt außerhalb der Stadt, gekippt worden. Die Entscheidung war aufgrund der anhaltend niedrigen Inzidenzwerte von unter 200 erfolgt. Damit sind touristische Ausflüge außerhalb des 15-Kilometer-Radius auf Bundesgebiet für die Rosenheimer wieder möglich.

„Das Durchhalten zeigt beim Infektionsgeschehen Wirkung“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März zur Entscheidung des städtischen Ordnungsamts.

fgr

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