Weitere Belebung auf dem Arbeitsmarkt

Bayern - „Auch im Juni 2010 verzeichnen wir einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Rosenheim“ so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim.

 Wie in den Vormonaten setzt sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fort und lässt die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 3,5 Prozent sinken. Zum Stichtag (15. Juni) waren 9310 Personen arbeitslos gemeldet. Zum Vormonat sind das 520 Personen weniger und zum Juni des letzten Jahres sogar 640 Personen weniger. Nach Rechtskreisen entfallen davon auf den Bereich nach dem Sozialgesetzbuch III 4760 Personen, das sind 530 weniger als im Vormonat und sogar ein Rückgang um 800 Personen als zur gleichen Zeit des vergangenen Jahres. Im Rechtskreis nach dem Sozialgesetzbuch II waren 4550 Personen gemeldet. Hier verzeichnet die Region einen Anstieg zum Vorjahresmonat um 3,5 Prozent (150 Personen), im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit allerdings lediglich um 0,3 Prozent (10 Personen).


„In unserem Agenturbezirk haben sich im Juni insgesamt 3180 Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Das waren zwar 620 weniger als im Vormonat, allerdings 190 Personen mehr als zum Vorjahr und damit für den Monat Juni der beste Wert seit zehn Jahren“, so der Agenturleiter. „Erfreulich dabei ist, dass knapp die Hälfte davon eine Erwerbstätigkeit gefunden hat. Mit 1260 Personen, 170 mehr als im Vorjahr, hat der überwiegende Teil eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Mit dem Saisonstart und der inzwischen guten Wetterlage haben Arbeitslose aus dem Hotel- und Gaststättenbereich sowie dem Baugewerbe größtenteils wieder Arbeit aufgenommen.“

Neubauer weiter: „Die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich auch am neuen oder erneuten Zugang an Arbeitslosen. Im Berichtszeitraum vom 13. Mai bis 15. Juni 2010 haben sich bei den Dienststellen im Agenturbezirk insgesamt 2670 Personen arbeitslos gemeldet und damit sieben Prozent oder – absolut gesehen – 200 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Darunter waren 1120 Personen die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet haben. Im Vorjahresvergleich waren das 190 Personen weniger. Insgesamt gesehen bleiben damit die Neuzugänge weiterhin geringer als die Anzahl der abgemeldeten Personen, was zum erwünschten Rückgang der Arbeitslosigkeit führt“.


Auch der Stelleneingang im Juni spiegelt die Konjunkturerholung wieder. Dem Arbeitgeberservice wurden 1120 ungeförderte Stellen gemeldet. Das ist ein Zuwachs zum Vorjahreswert um ungefähr 36 Prozent. Insgesamt betreuten die Arbeitsvermittler zum Stichtag 2400 Stellen. Der Stellenbestand stieg damit um 140 Stellen zum Vormonat und um 610 zum Vorjahr. Dazu Neubauer: „Aufgrund des breiten Branchen-Mix in der Region, gibt es ein ausgewogenes Stellenangebot über verschiedene Wirtschaftszweige hinweg. Vor allem werden nun wieder verstärkt Mitarbeiter für den Metall-und Elektronikbereich, den Maschinenbau sowie für die Zeitarbeitsbranche gesucht“. Für letztere wurden im Juni über 300 freie Stellen – auch für den Helferbereich in Lager und Produktion – gemeldet

Ausbildungsmarkt

Seit Oktober letzten Jahres waren in unserem Agenturbezirk bis zum Juni 2010 insgesamt 2730 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das ist ein Anstieg zum Vorjahreszeitraum um 130 Personen. Im Juni waren davon noch 880 Bewerberinnen und Bewerber ohne eine Ausbildungsstelle registriert, ein Rückgang um 170 Personen zum Vorjahr.

Neubauer zur Ausbildungssituation im Agenturbezirk Rosenheim: „Arbeitgeber investieren wieder verstärkt in die Ausbildung von eigenem Nachwuchs. Dies zeigt die Anzahl an gemeldeten Ausbildungsstellen. Bis jetzt wurden uns 2830 Ausbildungsstellen gemeldet, ein Plus zum Vorjahr um 170 Stellen. Momentan führen wir noch 920 offene Ausbildungsplätze und können damit – rein rechnerisch – jedem Jugendlichen mindestens einen Ausbildungsplatz anbieten. Jedoch zeigt das aktuelle Bild, dass sich oftmals der Berufswunsch mit dem vorhandenen Angebot nicht deckt. So herrscht mittlerweile in manchen Berufen wie zum Beispiel im beliebten Büro- und Verwaltungsbereich ein Überhang an unversorgten Bewerbern. Dagegen bieten Branchen wie der Handel, das Gesundheits- und Sozialwesen aber auch die Gastronomie ein Überangebot an Stellen.“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1790 Betroffenen gegenüber dem Vormonat, um 50 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 5,7 Prozent gesunken. Von den betroffenen Personen werden derzeit 710 im SGBIII–Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut, das sind 40 weniger als im Vormonat. Die Zahl der durch die ARGE Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II–Bereich ist mit 1080 Kunden nur unwesentlich zurückgegangen.

Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent aus. Hier sind mit 3870 erwerbslosen Personen, 150 weniger gemeldet als im Mai. Von den Beschäftigungslosen werden 2020 Personen durch die Hauptagentur Rosenheim** (SGB III) betreut, 200 weniger als im Mai. Die ARGE Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1850 Frauen und Männer zuständig, 60 mehr als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 2000 gemeldeten Arbeitslosen einen Rückgang (minus 180) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote ist auf 3,2 Prozent gesunken.

Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1100 Erwerbslose, 140 weniger als im Vormonat. Die ARGE Bad Tölz-Wolfrats-hausen kümmert sich um 900 SGB II–Kunden, 40 weniger als im Mai.

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte). Hier sind derzeit 1 651 Personen erwerbslos gemeldet, 152 weniger als im Vormonat.

932 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 149 weniger als im Mai. Die optierende Kommune verzeichnet gegenüber dem Vormonat keine wesentliche Veränderung und betreut derzeit aktuell 719 gemeldete SGB II-Kunden. Zum Vorjahresvergleich ein Anstieg um 102 Personen.

Allgemeine Hinweise:

  • ** Zusammenlegung der Geschäftsstellen Rosenheim und Bad Aibling zum 16. Juni 2010
  • Ab Berichtsmonat Mai 2010 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.
  • Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen „50 bis unter 65“ und „55 bis unter 65“ veröffentlicht.
  • Betrifft die Arbeitslosenzahlen der Geschäftsstelle Holzkirchen / des Landkreises Miesbach und damit auch die Zahlen für den Agenturbezirk insgesamt:
  • Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich ab September 2005 aus den IT-Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA), aus plausibel bewerteten Datenlieferungen des zugelassenen kommunalen Trägers und – sofern keine plausible Daten geliefert wurden – aus ergänzenden Schätzungen der BA.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

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