Bessere Hilfe für Gewaltopfer

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Von links: Reinhard Kelch, Alfons Siebenweiber, Katharina Spöttl, Robert Heimberger

Rosenheim - Um Gewaltopfern besser helfen zu können, wurde am Dienstag im Rosenheimer Polizeipräsidium ein Kooperationsvertrag unterschrieben.

Der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Heimberger, der Regionalstellenleiter des ZBFS/Region Oberbayern, Reinhard Kelch und dessen Stellvertreter, Alfons Siebenweiber, trafen sich am Dienstag, den 30. August, um einen Kooperationsvertrag zur Verbesserung der Hilfe für Opfer von Gewalttaten abzuschließen.

In Anwesenheit der Beauftragten der Polizei für Frauen und Kinder (BPFK), Katharina Spöttl, wurde die Kooperation unterschriftlich im Rosenheimer Polizeipräsidium besiegelt. Die Kooperation vertieft die bereits bestehende gute Zusammenarbeit zwischen beiden Behörden im Sinne einer effektiven Opferhilfe.

Die Polizei informiert die Opfer von Gewalttaten über das Opferentschädigungsgesetz und unterstützt diese bei der Antragstellung. Das Opferentschädigungsgesetz von 1985, zuletzt geändert 2011, regelt die Versorgung von Opfern (ausgenommen Verkehrsopfer) in Deutschland bzw. hoheitlichen Territorialgebieten wie Schiff, Flugzeug etc., die durch eine Gewalttat körperlichen, geistigen oder seelischen Schaden erlitten haben. Auch Hinterbliebenen dieser Opfer stehen unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen zu. Bei kindlichen und jugendlichen Gewaltopfern weist die Polizei auf spezielle Hilfsangebote in den Münchner Traumaambulanzen hin.

Beim ZBFS/Region Oberbayern stehen für Fragen rund um die Opferentschädigung Berater zur Verfügung (http://www.zbfs.bayern.de/aemter/avf-m2.html).

Die Zusammenarbeit mit dem ZBFS steht ganz im Zeichen des Netzwerks Opferhilfe, in welchem weitere Partner mit der Polizei zusammenarbeiten, um die Opfer vor zukünftigen Taten zu schützen und die Folgen erlittener Gewalt „abfedern“ helfen. Das sind zum Beispiel die Pro Aktiven Beratungsstellen in Rosenheim (Frauen- und Mädchennotruf), Burghausen (Frauen helfen Frauen) und Murnau (Frauenhaus/SkF), weitere Beratungseinrichtungen im jeweiligen Nahbereich oder Hilfsorganisationen wie der „Weiße Ring“. Dem Gewaltopfer werden somit vielfältige, individuelle Hilfen angeboten.

Die Aufgabe aller im Opferschutz bzw. in der Opferhilfe tätigen Stellen ist es, dem Gewaltopfer diese Möglichkeiten bekannt zu machen und bei der Inanspruchnahme von Hilfen zu unterstützen. Mit dieser Kooperation leistet die Polizei einen wesentlichen Beitrag für einen funktionierenden Opferschutz.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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