Baustellen: Informiert die Bahn zu schlecht?

Rosenheim - Pendler Thomas Jablowsky ärgert sich über die Bahn. Aber nicht die Baustellen, sondern der Umgang und die Informationspolitik der Bahn ärgern ihn - sie führen seiner Meinung nach zu Stress.

Lesen Sie hier den Bericht des Oberbayerischen Volksblatts vom Samstag:

Besseres Management für weniger Stress

"Was mich nicht ärgert, ist die Baustelle der Bahn. Das ist nötig", erklärt Thomas Jablowsky aus Neubeuern. Den Bahnpendler ärgert allerdings, dass das Baustellen-Management kundenunfreundlich sei. Jablowsky weiß: "Es geht auch anders." Auf seiner alten Pendlerstrecke habe er vor seinem Umzug zwischen Mühldorf und München den zweigleisigen Ausbau, Lokführerstreik sowie etliche kleinere Baumaßnahmen, inklusive dem Umbau eines Bahnhofes, miterlebt. "Aber so einen Stress wie die letzten Tage in Rosenheim hatte ich nie."

Es wäre schön gewesen, die Ansage im Zug vom Donnerstagabend "Die Baustelle führt zu Einschränkungen" bereits eine Woche früher gehört zu haben. Auch der überraschende Hinweis am Mittwochmorgen im Zug von Kufstein, dass dieser an diesem Tag bereits in Rosenheim ende, hätte ergänzt werden können: "... und endet dort bis zum ..."

Jablowsky habe normalerweise bei seiner Verbindung keinen Anlass, ein Bahnhofsgebäude zu betreten. Plakate oder ausliegende Sonderfahrpläne dort nützen ihm also wenig, wenn er von Gleis zu Gleis umsteigt oder oft sogar durchfahren kann. "Ich wünsche mir eine Schulung des Baustellenmanagements durch die Südostbayernbahn, die immer wieder gezeigt hat, dass man Stress der Bahnfahrer vermeiden kann", bietet er sogar an, konkrete Vorschläge zu geben. Außerdem würdigt er das Bemühen der Mitarbeiter im Bahnhof, die redlich versucht hätten, das Chaos zu verringern.

"Grundsätzlich gelten auf allen unseren Strecken dieselben Regeln zum Informieren unserer Fahrgäste", versichert eine Sprecherin der Bahn, dass man viel unternehme, um Änderungen im Fahrplan zu kommunizieren. Dies geschehe über Plakate an den Bahnhöfen, im Internet und unter der Telefonnummer. Auch Durchsagen in Zügen sowie Presseinformationen gehörten zu den üblichen Mitteln. "Weshalb das in diesem Fall nicht lückenlos funktioniert hat, werden wir noch genau untersuchen und weitergeben", erklärt die Bahnsprecherin, dass man bemüht ist, die Zufriedenheit der Pendler zu sichern.

Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare