Lachyogatrainerin Inge Fechter

Bitte Lächeln: Rosenheimer Lachbotschafterin hat für jede Lebenslage das passende Rezept

Auch vor dem Computer bestens gelaunt: Rosenheimer Lachyogatrainerin Inge Fechter führt ihr Kurse seit dem Lockdown größtenteils digital durch.
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Auch vor dem Computer bestens gelaunt: Rosenheimer Lachyogatrainerin Inge Fechter führt ihr Kurse seit dem Lockdown größtenteils digital durch.

Egal ob Lachen, Grinsen oder Lächeln. Lachyogatrainerin Inge Fechter will mit ihren Kursen Fröhlichkeit vermitteln. Mit teilweise kuriosen Ansätzen sorgt die Rosenheimerin derzeit digital für Heiterkeit. Auch für einen guten Start in das neue Jahr hat Fechter bereits einen Tipp parat.

Rosenheim– „Jeden Tag mindestens eine Stunde lang den Kopf frei bekommen und glücklich sein.“ Das ist das selbsterklärte Ziel von Lachbotschafterin Inge Fechter. Gefangen in ihren trübsinnigen Gedanken entdeckte die Rosenheimerin vor vier Jahren das Lachyoga für sich und zog ihre Kraft aus dem bewussten Ansatz zum fröhlich sein. Mittlerweile ist sie selbst eine Expertin auf dem Gebiet und versucht in ihren Kursen ihre Lehren weiterzugeben. Von intensiver Selbstreflexion bis hin zu täglichen Übungen gegen den Corona-Alltag – für jede Lebenslage gibt es für die 51-Jährige das passende Rezept.

Lachyoga für Körper und Geist

Um ein Verständnis für Lachyoga zu bekommen, sollte man laut Fechter nicht an das kurze Gelächter über einen schlechten Witz denken. Vielmehr geht es um ein ganzheitliches Prinzip, das aus mehrere Komponenten besteht. Neben den aus dem Yoga entnommenen Atemtechniken, sollen spielerische Lachübungen, leichte Koordinationsspiele und sogenannte positive Verstärker den natürlichen Frohsinn wecken. „Sie glauben gar nicht wie sehr ein Lob oder eine Aufmunterung bereits Wirkung zeigt“, berichtet die Rosenheimerin und lacht.

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Aus ihren eigenen Erfahrungen weiß sie, wie wichtig es ist, trotz vieler Schwierigkeiten einen Ort der Toleranz zu haben, der einem ein gutes Gefühl gibt und an dem man keinen Zwängen ausgesetzt ist. Nach ihrer Brustkrebserkrankung vor rund fünf Jahren hat sie im Lachen „einen wertvollen Ausgleich zu Angst und Tränen gefunden“.

Eine Hemmschwelle zu den eigenen Gefühlen gibt es für die Rosenheimerin daher nicht. Wenn jemand ihre Kurse mit Skepsis und Zurückhaltung besucht und am Anfang nur ein zaghaftes Lächeln zustande bekommt, sei das vollkommen in Ordnung. Mit sanften Übungen zum Einstieg wie die Massage des eigenen Kiefers und der Einordnung der persönlichen Stimmung auf einer Skala beginnt ein Prozess, der die Menschen ihre aktuelle Situation vergessen lassen und auf das eigene Wohlbefinden abzielen soll.

Lachen als eine Wissenschaft für sich

Das Gebiet der Lachforschung ist dabei laut Fechter noch relativ jung. Sprüche wie „lachen ist die beste Medizin“ gäbe zwar schon sehr lange. Dass das Gehirn allerdings nicht zwischen simulierten und echten Lachen unterscheiden kann, wurde laut dem Lachverband in München erst seit 1995 durch den indischen Doktor Madan Kataria genauer untersucht. Seitdem haben sich diverse Lachgruppen wie die von Fechter gefunden.

Mit Übungen wie der Lachschokolade oder des 1-Meter-Lachens werden durch Gedankenspiele und Bewegungen positive Gefühle erzeugt. Wichtig für die Rosenheimer Lachbotschafterin ist dabei, dass man es nicht währenddessen nicht alleine ist. “Mindestens sechs Leute sollte so eine Gruppe schon haben. Aber auch Workshops bis zu 30 Leuten sind möglich.“

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Die Durchführung der Workshops wurde allerdings in diesem Jahr deutlich erschwert. Mithilfe des Europäischen Berufsverband für Lachyoga und Humortraining versuchte Fechter daher, ihre Kurse online anzubieten und stellte fest, dass auch diese Variante gut funktionierte. „Es kommen viele Leute, die durch Corona mehr Zeit zuhause verbringen und so etwas einfach Mal ausprobieren wollen.“ Die Übungen würden dabei niemals ausgehen. Nur wenige Bewegungen ließen sich nur gemeinsam in einem Raum ausführen.

Der Tipp für ein positives Jahr

Für dieses Jahr will Fechter daher weiterhin ihr Online-Angebot aufrechterhalten. Sie hofft aber darauf, im Frühjahr Kurse im Freien anbieten zu können. Für einen guten Start in das neue Jahr hat die 51-Jährige noch einen einfachen Tipp: „Jeden morgen sollte man sich ganz bewusst machen, auf was man sich an diesem Tag freut und so mit einem positiven Gefühl in den Tag starten.“ Denn Fechter ist davon überzeugt, dass der Tag meistens genauso wird, wie man ihn angeht. Daher solle man ihn unbedingt mit einem routinierten Lächeln begrüßen, auch wenn es manchmal schwerfällt.

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