Weltkriegsbombe am Rosenheimer Bahnhof gefunden

Darum wurde die 500-Kilo-Bombe noch vor "Sabine" entschärft

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Diese 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hielt am Sonntag (9. Februar) Rosenheim in Atem.
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Rosenheim - Am Rosenheimer Bahnhof wurde in der Nacht auf den 10. Februar eine Weltkriegsbombe entschärft. Kurz vor Mitternacht war der Einsatz erfolgreich beendet. Warum die Bombe noch vor dem Eintreffen von Sturmtief "Sabine" entschärft wurde:

Der Fund der 500 Kilo schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Rosenheimer Bahnhof sorgte am Sonntagnachmittag kurz nach 13 Uhr für große Aufregung und einen stundenlangen Einsatz für 490 Kräfte von Feuerwehr, THW, BRK, Malteser, Polizei und Stadtmitarbeitern. 

Warum wurde noch vor dem Sturm entschärft?

Bombenalarm am Rosenheimer Hauptbahnhof

Der Bombenfund hing mit einer Baustelle der DB Netz AG zusammen, die dort eine neue Brücke bauen will. Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1876. Wie ein Sprecher der Bahn auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte, führt die Bahn vor so gut wie jeder Baustelle Kampfmittelsondierungen durch. "Das ist Routine", so der Bahnsprecher. "Und speziell beim Rosenheimer Bahnhof wissen wir ja auch, dass der bombadiert wurde. Die Sondierungen werden unabhängig vom Wochentag durchgeführt, also auch an Sonntagen."

Man habe die Bombe bewusst noch am Abend des 9. Februar entschärfen lassen, noch bevor der Sturm Rosenheim erreicht hat, so der Sprecher. "Am Abend war ja noch kein Sturm angesagt und wir wollten kein Risiko eingehen, die Bombe während des Sturmes entschärfen zu müssen. 

Doppelbelastung für die Einsatzkräfte

Die Bombe war für die Einsatzkräfte eine Doppelbelastung, denn zeitgleich rollte auch Sturmtief "Sabine" auf Rosenheim zu. Dennoch gelang es mit vereinten Kräften beide "Katastrophenlagen" erfolgreich zu meistern.

Evakuierung notwendig

1792 Menschen mussten ab 19.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Viele von ihnen kamen bei Freunden und Familie unter, rund 200 Personen machten von dem Notquartier Luitpoldhalle Gebrauch. Um 22.13 Uhr konnte dann vermeldet worden: "Evakuierung erfolgreich". Die Entschärfung der 500-Kilo-Bombe sollte dann noch rund eine Stunde dauern. Um 23.37 Uhr dann die vollständige Entwarnung: Der hinzugerufene Sprengmeister konnte die Bombe sicher entschärfen.

jb

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