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Mit gewagten Thesen in Rosenheim unterwegs

Erich von Däniken ist sich sicher: die Außerirdischen kehren früher oder später zurück.
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Erich von Däniken ist sich sicher: die Außerirdischen kehren früher oder später zurück.

Rosenheim - Erich von Dänikens Raumschiff machte im Ballhaus eine Zwischenlandung. Seine Fans sicherten ihm ein volles Haus. Rosenheim24 war natürlich auch vor Ort:

„Mindestens die Hälfte der heute Anwesenden sind Wiederholungstäter,“ stellt Erich von Däniken gleich zu Beginn fest. Der 76-jährige Schweizer weiß das sehr genau. Denn er hat sich gerade noch mit vielen Gästen am Bücherstand unterhalten.

Es soll nicht das Letzte bleiben, was von Däniken an diesem Abend mit Sicherheit zu sagen weiß. Doch wird es bis zum Ende das Einzige sein, was sich sicher überprüfen lässt.

Schon wenige Worte später nimmt der Schriftsteller seine Zuhörer mit auf einen Ausflug durch die Geschichte der Menschheit. Dabei wagt der Alien-Forscher einen echten Kaltstart hinein in seine Materie. Ab jetzt geht es mehr ums Staunen, und weniger ums Verstehen.

Linien und Kreise zieht von Däniken durch die Landkarten Europas und der Welt. Geheimnisvolle geometrische Muster will er zeigen. All das soll klar machen, dass etwas faul ist mit der Art, wie wir die Welt betrachten. Seine große These lautet:  Die Außerirdischen haben die Erde bereits einmal besucht und sind dabei mit den frühen Hochkulturen in Kontakt getreten.

Eine Achterbahnfahrt durch die Jahrtausende

„Was niemand weiß...“, beginnt er gerne seine Sätze. Doch auch „was niemand sagt...“ macht ihn stutzig. Und überhaupt: „Warum fragt niemand danach?“, möchte der Mann vom Publikum wissen.

Von nun an geht es rund. Von Däniken scheucht den Zuhörer von einem Kontinent auf den nächsten und von einer Epoche in die andere. Mal interessieren ihn die Bauwerke, dann sind es antike Schriften. Im nächsten Moment fragt sich der Laie, zwischen welchen Jahrtausenden der Erzähler hier eigentlich hin und her springt.

Mit Hilfe seiner multimedialen Präsentation möchte von Däniken zeigen, aus welchen archäologischen Funden er sein Wissen bezieht. Und damit auch alles zusammen passt, geht es hier ungeniert von Originalbildern lückenlos zur Animation über.

Viele seiner Thesen sind schwer zu verdauen - das weiß auch der Redner selbst. Doch wirkt am Ende alles ein wenig plausibler, wenn er nur eine noch absurdere These aus der echten Wissenschaft zitieren kann. Dann erntet er seine großen Lacher. Bei manch einem macht sich dann spürbar das wohlige Gefühl breit, es einfach besser zu wissen - besser als alle Forscher zusammen.

Fans in allen Altersklassen

Erich von Däniken ist an diesem Abend nicht allein mit seinen Überzeugungen. Auch im Publikum glauben viele daran, dass Außerirdische uns in früheren Zeiten besucht haben. Für sie ist klar, dass die Besucher eines Tages zurückkehren werden. Nur auf den Zeitpunkt möchte sich auch von Däniken nicht festlegen. Das Publikum ist jedenfalls begeistert und umlagert den Schrecken aller Archäologen am Bücherstand. Spätestens hier wird klar, dass das Phänomen von Däniken quer durch alle Altersklassen wirkt.

Dann ist er am Ende mit seiner Präsentation. Nach 90 Minuten steht fest, bei von Däniken führen alle Wege nach Rom. Oder eben ins Weltall. Nun wird der 76-Jährige noch viele Bücher signieren und DVDs verkaufen. Vielleicht produziert er dabei ja sogar noch ein paar neue Wiederholungstäter.

rm

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