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Endlich wieder rote Wangen

OVB
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Der Kampf gegen ihre schwere Krankheit stand Felicitas jahrelang ins Gesicht geschrieben, an der Nordseeküste blühte das Mädchen sichtbar auf. Nun entsteht auch am Chiemsee eine Einrichtung speziell für krebs- und chronisch kranke Kinder.

Johanna, Ferdinand, Verena, Leon-Korbinian, Tonia und Steven: Sechs Kinder, die nicht nur einen großen Lebenshunger teilen, sondern auch eine schwere Krankheit. Ihre Geschichten, die im Laufe der der OVB-Weihnachtsaktion "Gemeinsam für krebskranke Kinder" erzählt wurden, sind vielen Lesern nah gegangen - wie die große Resonanz auf die Spendenaktion zeigt (siehe "Die gute Nachricht). Heute geht es um Felicitas (13) - ein blasses Mädchen, das plötzlich wieder rote Wangen bekommen hat.

Rosenheim/Gstadt - Ein lachendes Kindergesicht am Strand, nur der Kopf schaut aus dem Sand - eine Urlaubsszene, wie sie zu hunderttausenden in deutschen Familienalben zu finden ist.

Im Fall von Felicitas ist es aber ein besonderer Urlaub - auch für die Kinder, die das Mädchen mit den roten Backen im Sylter Sand eingegraben haben. Sie alle kämpfen gegen eine lebensbedrohende Krankheit: Krebs.

Um ihre Gesundung zu fördern, schickte die Björn- Schulz-Stiftung diese Kinder ins stiftungseigene Nachsorge- und Ferienhaus an die Nordsee. Prompt blühte die blasse und zerbrechlich wirkende Felicitas nach einem zermürbenden Behandlungsmarathon auf Sylt wieder auf. "Endlich wieder rote Wangen", freuten sich die Eltern.

Ab 2011 wird auch die Chiemseeluft dafür sorgen, dass in Kinderbacken wieder Farbe kommt. In Mitterndorf bei Gstadt entsteht eine weitere "Oase der Ruhe". Mit Hilfe der OVB-Aktion baut die Björn-Schulz-Stiftung den Irmengardhof zu einer Nachsorge- und Ferieneinrichtung für schwerst- und krebskranke Kinder um.

Felicitas' Welt veränderte sich 2005 mit einem Schlag. Bei einem Familienbesuch in der Märchenstadt Höxter fing das damals siebenjährige Mädchen plötzlich an, zu schwanken und bekam fürchterliche Kopfschmerzen. Noch am selben Tag - ein Sonntag - entdeckte ein Neurologe den Gehirntumor in ihrem Kopf. Wenige Tage später wurde das Mädchen in einer Spezialklinik in Berlin operiert und bekam wochenlang Bestrahlungen.

"Sie ist so ein liebes Kind", sagt ihre Mutter. Mathematik ist Felicitas' Lieblingsfach, immer wieder denkt das jüngste von drei Geschwistern an andere. Ihr Bruder Felix (15 Jahre) und ihre Schwester Christine (20 Jahre) waren auf Sylt dabei, denn auch sie haben unter Felicitas' schwerer Krankheit gelitten. "Nur durch die Spenden vieler mitfühlender Menschen ist es überhaupt erst möglich, dass wir die Kinder zu diesen Nachsorgereisen schicken können", erklärt Jürgen Schulz, Vorstand der Stiftung.

Felicitas freut sich schon auf den Imengardhof. Sie hat gehört, dass es neben den mehr als 30 Zimmern auch spezielle Räume zum Spielen, Turnen und Werken geben soll. "Sie bastelt unheimlich gern, stellt wunderschöne Keramiken her und ist dabei sehr genau", erzählt die Mama stolz. Im Irmengardhof kann sie sicher den anderen Kindern Tipps geben, wie eine schöne Figur, ein Teller oder eine Schale entsteht. "Inhalt der betreuten Aufenthalt ist auch immer wieder die Förderung des Selbstwertgefühls der ehemals schwerkranken Kinder", so Schulz - "und einen Ausflug auf die Fraueninsel in die bekannte Keramikwerkstatt Klampfleuthner können wir bestimmt auch möglich machen", ergänzt er mit einem Lächeln. Klampfleuthner hat übrigens auch das Keramik-Oval hergestellt, das den künftigen Eingang des Hofes zieren wird. ls

OVB-Weihnachtsaktion 2010

- Überweisungsträger liegen dieser Ausgabe bei;

- Die Namen der Spender auf den Seiten 36 und 37.

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