Rundgang mit dem Wirtschaftlichen Verband

"Qualität statt Quantität ist das Stichwort"

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Klaus Hertreiter stellt die Neuerungen am diesjährigen Christkindlmarkt vor
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Rosenheim - Festlich beleuchtet kommt er daher, der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Max-Josefs-Platz. Was sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert hat: 

Insgesamt 51 Stände bieten in diesem Jahr auf dem Christkindlmarkt ihre Waren an. Von heißen Maroni über Christbaumschmuck bis hin zum klassischen Glühwein ist alles geboten. Vier Händler sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei, darunter auch das Kinder-Riesenrad am Nepomukbrunnen. Darüber freut sich der Projektleiter vom Wirtschaftlichen Verband besonders, auch die kleinsten Besucher sollen schließlich ihre Zeit auf dem Markt genießen.

Ebenfalls neu mit dabei ist der Entenwirt Peter Schrödl vom Samerberg. In seiner neu angefertigten Bude bietet er vom Entengröstl bis zur knusprigen Ente im Weckerl alles rund um das Federvieh an.

Anita Mayer verkauft unzählige Dekoartikel aus Metall. Sie betreibt einen Teil der ersten Doppelbude auf dem Christkindlmarkt.

Eine Besonderheit auf dem Markt ist die erste Bude mit Doppelbelegung. In der einen Hälfte gibt es eine große Auswahl an belgischen Pralinen, während in der anderen Hälfte Metallbau Mayer aus Rosenheim unzählige Dekoartikel anbietet.
Diese kleinen Stände seien vor allem für Neulinge auf dem Markt interessant, da sie hier gut testen können, ob ihre Produkte angenommen werden, erklärt Klaus Hertreiter auf dem Rundgang. Als Projektleiter ist er dabei bemüht, auch zukünftig neben Essens- und Glühweinständen, Händler mit ihren Waren auf den Markt zu holen. "Auch wenn man an den Buden nichts kauft, schön zum anschauen ist es trotzdem. So etwas gehört einfach zum Christkindlmarkt dazu."

"Dunkle Löcher" am Christkindlmarkt 

Jeden Tag gegen halb fünf Nachmittags erstrahlt der Markt im Herzen der Stadt im hellen Lichterglanz. Seit mittlerweile drei Jahren sorgen verstärkt LED-Lichter für die weihnachtliche Stimmung, erklärt Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband. An auffällig vielen Stellen bleibt es rund um den Christkindlmarkt dieses Jahr dunkel - an den Lichterketten hängen nur leere Fassungen ohne Glühbirnen.

Wie Hertreiter erklärt zahlen Geschäfte für die Lichterketten vor ihren Filialen 30 Euro pro Meter. Dieses Jahr haben sich aber viele dagegen entschieden, den Beitrag zu zahlen, deshalb gäbe es heuer viele "dunkle Löcher". So möchten die einen beispielsweise aus Umweltschutzgründen keine LED-Birnen vor ihrem Laden finanzieren. "Letztes Jahr gab es noch eine "Pool-Lösung", das heißt einige Geschäftsleute haben in einen Sammeltopf eingezahlt, um so die Lücken in den Lichterketten zu finanzieren", erklärt der Projektleiter vom Wirtschaftlichen Verband weiter. Dunkel blieb am ersten Freitag auch teilweise der Leuchtschriftzug in der Heiliggeiststraße. "Da lag eine technische Störung vor, gleich am Samstag war alles wieder repariert", erklärt Hertreiter.

Bilder vom Rundgang mit dem wirtschaftlichen Verband

Christkindlmarkt soll nicht mehr wachsen

Mittlerweile hat sich die vorweihnachtliche Veranstaltung bis zum Ludwigsplatz ausgebreitet. Letztes Jahr mussten einige Stände wegen einer Baustelle auf dem Max-Josefs-Platz noch notgedrungen zum Mittertor hin ausweichen, diese Jahr sind die Stände wieder dort hingezogen, dieses mal aber freiwillig. "Der neue Platz kam 2014 bei den Besuchern einfach so gut an.",  meint Klaus Hertreiter.

Alles in allem sei die Umplatzierung von Ständen immer eine schwere Entscheidung, erklärt er weiter: "Die Leute sind den Aufbau vom letzten Jahr gewohnt und wollen ihre Stände wieder finden. Deshalb verlegen wir Buden nur ungern."

Die Verlagerung zum Mittertor soll deshalb auch die letzte Vergrößerung für die nächsten Jahre sein. "Qualität statt Quantität ist das Stichwort", erklärt Hertreiter abschließend.

 

sse/sl

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