Polizei und Veranstalter berichten

So sicher ist der Rosenheimer Christkindlmarkt 2019

+
Polizeihauptkommissar Robert Maurer von der Polizeiinspektion Rosenheim.
  • schließen

Rosenheim - Wie sicher ist es eigentlich heuer auf dem Christkindlmarkt? Die Rosenheimer Polizei berichtet im Gespräch mit rosenheim24.de:

"Vor ein paar Jahren, da gab es einmal ein Jahr, in dem es ziemliche Probleme mit betrunkenen Jugendlichen gab", berichtet berichtet Polizeihauptkommissar Robert Maurer von der Polizeiinspektion Rosenheim gegenüber rosenheim24.de. "Das war noch bevor die Organisation, wie heute, vom Wirtschaftlichen Verband ausging. Da wurde dann mit Bußgeldern und Gesprächen mit den Standbetreibern rasch durchgegriffen und schon im Jahr darauf war Ruhe." In den letzten Jahren habe man die Anzahl von Vorfällen auf dem Markt an einer Hand abzählen können. 

Regelmäßige Streifen auch über den Markt seien insgesamt mit wenig echten Problemen konfrontiert. Die Sicherheitswacht leiste zudem wertvolle Hilfe und Entlastung. "Auch seitens des von uns eingesetzten Sicherheitsdienstes gab es bislang keine nennenswerten Einsätze", ergänzt Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband. Probleme mit jugendlichem Alkoholkonsum sieht auch er keine mehr. "Da spielt sicher auch unsere Öffnungszeit bis 20 Uhr ebenso eine Rolle wie das Verbot der Mitnahme alkoholischer Getränke auf den Markt."

Ein paar Wermutstropfen

Lesen Sie auch:

Das gibt's heuer Neues auf dem Rosenheimer Christkindlmarkt

"Das heißt aber leider nicht, dass es gar keine Probleme gibt", räumt Maurer ein. "Zum ersten einmal wären da die Thematik von Alkohol am Steuer", führt er weiter aus. Die Fälle davon würden im Winter, vor allem im Vergleich zu den Sommermonaten, durchaus zunehmen. "Wobei es einerseits natürlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass im Sommer dann mancher zum Radl statt dem Autoschlüssel greift, wenn man nicht mehr ganz nüchtern. Was aber natürlich auch nicht erlaubt, aber weniger einfach festzustellen ist. Andererseits spielen im Winter dann auch die eine oder andere Firmen-Weihnachtsfeier mit eine Rolle."

Das zweite Problem sei auch in Rosenheim eine Zunahme an organisierten Bettlern während des Christkindlmarktes zu verzeichnen. "Da kann man leider recht sicher davon ausgehen, dass da organisierte Banden dahinterstecken. Diesen Leuten hilft man dann bedauerlicherweise auch nicht, wenn man ihnen Geld gibt. Denn es ist anzunehmen, dass sie das meiste oder alles davon abgeben müssen." Die Polizei bemühe sich, so gut es möglich sei, vorzugehen. "Allerdings greifen manche in anderen Fällen bewährte Mittel hier nicht. Beispielsweise Bußgelder oder die Einziehung des erbettelten Geldes sind nicht sehr effektiv." So bleibe nur, Platzverweise auszusprechen.

Insgesamt gute Sicherheitslage

Trotz dieser Wermutstropfen laufe es aber insgesamt gut. "Das kann ja auch jeder sehen, der abends über den Markt spaziert", freut sich Maurer. "Wie sich das für die staade Zeit gehört, herrscht eine ruhige Stimmung. Die meisten Leute benehmen sich." Die Betonpoller, die seit einigen Jahren zum Bild des Marktes dazugehören, bleiben aber trotzdem. "Das ist halt so eine Sache: Zum einen erhöhen sie objektiv das Sicherheitsgefühl bei vielen Leuten", führt Maurer aus, "Zum anderen mag man sich über die Effizienz ihres Nutzens streiten können. Aber faktisch sind sie zumindest eine gewisse Sicherheitsgarantie." 100-prozentige Sicherheit könne aber nun mal nie garantiert werden.

Seitens des wirtschaftlichen Verbands zeigt man sich ebenfalls insgesamt zufrieden mit dem bisherigen Ablauf. "Wir konnten bisher schon einiges an Besuchern verzeichnen und es lief auch insgesamt gut, trotz Wetterkapriolen am Freitag", erklärt Klaus Hertreiter.

hs

Zurück zur Übersicht: Christkindlmarkt

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT