City-Management: Führungswechsel in drei Jahren

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Noch drei Jahre City-Management: Vorsitzender Paul Adlmaier (links) und Geschäftsführer Günter Boncelet

Rosenheim – Einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Geschäftsführer wird das City-Management in drei Jahren bekommen. Was sonst noch auf der Jahreshauptversammlung diskutiert wurde:

Mit einem Moment des Gedenkens begann am Dienstag die Jahreshauptversammlung des Vereins City-Management Rosenheim: Gemeinsam mit ihren Vorsitzenden Paul Adlmaier gedachten die Mitglieder dem vor kurzem verstorbenen Franz Steegmüller jun..

„Welch ein Jahr liegt hinter uns!“, meinte Adelmaier in seiner – in Anbetracht der wirtschaftlichen Turbulenzen – überraschend positiven Bilanz des Jahres 2011. Bevor gemäß den Vereinssatzungen ein neuer Vorstand gewählt wurde, kündigte Adelmaier an, zum letzten Mal als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. Er gehe seiner Arbeit noch mit viel „Spaß und Elan“ nach. Nach seiner langen Zeit an der Spitze des Vereins, sei es aber Zeit für einen Wechsel. Adlmaier will sich aber weiterhin im Vorstand engagieren. Auch Günter Boncelet, der langjährige Geschäftsführer des City-Managements, wird im März 2015 Platz für einen Nachfolger machen.

Kommende Termine des City-Managements:

Veranstaltungen 2012

In seinem Bericht für die Vereinsmitglieder stellte Boncelet die vielen Veranstaltungen des City-Managements und den Rosenheimer cityscheck vor. Das Thema Verkehr wird den Verein weiter beschäftigen, ein besonders Augenmerk wird auf den Rosenheimer Bahnhof gelegt werden. „Viele von uns lassen sich jedenfalls nicht mehr so leicht von den perfekten Zeichnungen der Architekturbüros ins Staunen versetzen. Die Realität sieht dann oft ganz anders aus“, so Boncelet in einer ersten Stellungnahme zu den Bahnhofs-Plänen.

Bilder vom Abend:

City-Management Rosenheim: Jahreshauptversammlung

Der Vorstand des Vereins wurde einstimmig entlastet und für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Um die Zukunft der Stadt Rosenheim ging es beim Vortrag von Thomas Bugel: Der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim sprang für die erkrankte Oberbürgermeisterin ein und brachte den Vereinsmitgliedern den Stadtentwicklungsplan „Rosenheim 2025“ näher.

Diskussion über Energiewende

Eine rege Podiumsdiskussion zum Thema „Energiewende in Deutschland - Chancen und Risiken“ boten Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim, Professor Josef Neiß vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Peter Kasperczyk, Vorsitzende der Rosenheimer Kreisgruppe des Bund Naturschutz, und Klaus Ermecke von KE Research. Unter der Moderation von Norbert Haimerl (RFO) wurde über Strompreise, alternative Energiequellen und Naturschutz diskutiert.

Podiumsdiskussion zur Energiewende

Dr. Brühl betonte die Wichtigkeit der Kraft-Wärme-Kopplungund die Pläne für eine „Insel-Lösung“ für Rosenheim. Eine Insel-Lösung würde bedeuten, dass bei Strom-Engpässen die Energie nicht importiert, sondern vor Ort produziert wird. Kontroverse Meldungen kamen von Klaus Ermecke: Der Leiter des Forschungsdienstes KE Research kritisierte (aus seiner Sicht) „Mythen“ wie Ressourcenknappheit und die Rolle von CO2 beim Klimawandel. Er forderte, wie auch Dr. Brühl, mehr freie Marktwirtschaft im Energie-Bereich. Peter Kasperczyk wies die CO2-Kritik als „wissenschaftliche Minderheits-Meinung“ zurück („Da kommt mir das Grausen“) und wünschte sich mehr gesellschaftliches Engagement beim Strom-Sparen und Energie-Effizienz. Professor Josef Neiß wies auf die möglichen Lücken in der Stromversorgung nach dem Abschalten von Atomkraftwerken hin. Der Leiter der Abteilung Energie, Bergbau, Rohstoffe, Umweltfragen im Wirtschaftsministeium unterstütze auch das Absenken der Förderungen im Solar-Bereich zu Gunsten anderer regenerativer Energieformen. Am Ende der regen Diskussion beantwortete das fachkundige Podium Fragen der Vereinsmitglieder.

red/cs

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