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Optimistische Betreiber

Clubs in Österreich öffnen ab 1. Juli – Rosenheimer weiterhin ohne Perspektive

Öffnungsperspektive für Clubs
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Inzwischen sind es mehr als 460 Tage, dass Clubs und Diskotheken in Bayern geschlossen sind.

Der Bass dröhnt. Die Wände vibrieren. Die Menge bewegt sich im Takt. Pulsiert. Wird Eins. Ein Traum, der zur Realität wird – aber nur in Österreich. Dort dürfen Clubs ab 1. Juli wieder öffnen. In Deutschland bleiben Nachtlokale geschlossen. Rosenheimer Betreiber freuen sich dennoch für die Nachbarn.

Rosenheim – „Wir wünschen viel Erfolg, einen großen Andrang und dass alles wie geplant läuft“, sagt Marco Coob, Inhaber des „Wuid Club“ an der Adlzreiterstraße. Er hofft, dass er im Herbst öffnen kann. Das sei aber von der Impfquote abhängig. Der Inhaber glaubt nicht, dass er seine Kunden langfristig an die österreichischen Kollegen verliert. „Sobald wir wieder aufhaben, bleiben die Gäste in unserem schönen Rosenheim.“

Ständig bekomme er Nachrichten von Angestellten und Gästen, wann es endlich wieder losgeht. „Die Mitarbeiter sind schon ganz heiß und die Vorfreude ist unglaublich groß“, sagt Coob. Er rechne mit der 3G-Regel, also Clubbesuche nur für Gestete, Geimpfte und Genesene. Dafür habe er schon alle Vorkehrungen getroffen.

Umbau für einen hohen Hygienestandard

Seit Monaten arbeiten Coob und sein Team an einem „großen Projekt“. Sie gestalten den Club neu. Was genau verändert wird, will der Betreiber noch nicht verraten. Sonst gehe der „Wow-Effekt“ bei der Öffnung verloren.

Mitten im Umbau ist auch Franz Fischer, der Betreiber des „Nerdz“ an der Samerstraße. Der Gastronom ließ neue Lüftungsanlagen mit Virenschutzfilter und eine Klimaanlage einbauen – „für einen hohen Hygienestandard“.

Die Sanitäranlagen sind renoviert und ein neues DJ-Pult wartet auf seinen ersten Einsatz. Wegen dem andauernden Umbau hätte Fischer „keine Chance“ seinen Laden Anfang Juli zu öffnen. Die Sommermonate seien zudem immer schwierig, weil die Gäste lieber länger im Biergarten oder am See blieben, als zu feiern. Den Clubbetreiber stört es deshalb nicht, dass er momentan nicht öffnen kann.

Hoffen auf Öffnung in Deutschland

Fischer blickt gespannt auf die Nachbarn: „Ich wünsche den Kollegen viel Glück und hoffe das Beste.“ Dass er durch die Öffnungen in Österreich Stammkunden verliert, kann sich der Gastronom nicht vorstellen. Er sei überzeugt, dass die Leute nur ins Nachbarland fahren, wenn sie hierzulande nicht feiern dürfen. „Die kommen zurück.“

„Ich finds super, dass die Österreicher aufmachen“, sagt auch Josefine Schütz. Sie betreibt die „Party Oim“ an der Ruedorfferstraße und glaubt, dass Deutschland die Clubs auch bald öffnen wird. „Auf was will man denn warten?“, fragt die Inhaberin. Die Inzidenz sei niedrig und es müsse wieder weitergehen.

Wunsch nach einem belebten Rosenheim

Die Regierung solle deshalb nachziehen, findet Schütz. Sonst würden zum Feiern alle ins Nachbarland fahren. „Und bei uns passiert nix.“ Dürften Clubs auch hierzulande öffnen, blieben die Leute lieber in der Heimat. „Wir sollten alle aufsperren, dann ist in der Stadt wieder was los“, meint Schütz.

Guter Start für die „Party Oim“

Während andere Nachtlokale noch geschlossen sind, hat die „Party Oim“ seit vergangenem Freitag wieder von Mittwoch bis Samstag geöffnet. Weil Schütz neben Getränken nun auch Brotzeit anbietet. Es gibt ein „Wurstprogramm“ mit Wiener, Debrecziner, Landjäger und Regensburger. Würstl und Getränke können Gäste im Außen- und Innenbereich genießen. „Wir hatten einen super Start“, sagt Schütz. Ihre Gäste seien glücklich, dass sie rauskommen, Leute treffen und wieder etwas geöffnet hat. Sie halten sich „ganz brav“ an die Hygieneregeln. Denn Kunden dürfen nur an ihren Tischen sitzen, Musik hören, trinken und essen. Tanzen ist nicht erlaubt.

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