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Wegfall der Corona-Beschränkungen

Warum es wohl an einigen Orten in Rosenheim weiterhin nur mit Maske Zutritt gibt

Die Beschilderung wird abgebaut. Wirt Toni Sket entfernt Hinweise auf die Corona-Beschränkungen.
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Die Beschilderung wird abgebaut. Wirt Toni Sket entfernt Hinweise auf die Corona-Beschränkungen.

Mit dem Wegfall vieler Corona-Beschränkungen ab Sonntag bricht für Handel, Gastronomie, aber auch für die Kirchen fast eine Zeitenwende an. Auch in Rosenheim ist die Erleichterung über den Wegfall der Regeln spürbar. Doch nicht jeder glaubt, dass die Maskenpflicht überall fallen wird.

Von Johannes Hose

Rosenheim – Am Sonntag soll nach über zwei Jahren Pandemie ein Großteil der Corona-Beschränkungen wegfallen. Eigenverantwortung lautet von da an die Devise. Eine Entscheidung, die in der Bevölkerung gemischte Reaktionen hervorruft. Besonders umstritten ist der Wegfall der Maskenpflicht als Mittel der Pandemie-Bekämpfung. Die OVB-Heimatzeitungen haben mit Gastronomen, Einzelhändlern sowie Kirchenvertretern gesprochen und sie zur aktuellen Situation befragt.

Nicht vom Hausrecht Gebrauch machen

Toni Sket, Betreiber des Gasthauses „Zum Johann Auer“, steht den Lockerungen mit gemischten Gefühlen gegenüber. „Für die Gastronomie ist es natürlich super, wenn man wieder ohne Einschränkungen Leute bedienen zu kann“, sagt er. Auf der anderen Seite fürchtet Sket aber, dass dieser Schritt für die Allgemeinheit schwerwiegende Folgen haben könnte.

Den Gastronomen ist es ab Sonntag freigestellt, ob sie über ihr Hausrecht weiterhin an einer Maskenpflicht festhalten. Davon will Sket fürs Erste aber keinen Gebrauch machen. Sollte die Corona-Situation sich aber in der nächsten Zeit dramatisch verschlechtern, will er im Lokal auf jeden Fall wieder eine Maskenpflicht einführen.

Die vergangenen zwei „Corona-Jahre“ seien für ihn zwar nicht einfach gewesen. Dennoch versucht Sket auch die positiven Seiten der Corona-Beschränkungen zu sehen. „Die Leute warten jetzt immer brav am Empfang anstatt sich, wie früher üblich, einfach an einen Tisch zu setzen“, erzählt der Wirt und lacht.

Maskenpflicht in hochfrequentierten Innenräumen

In den Augen von Udo Siebzehnrübl, Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäftes an der Münchener Straße, ist der Schritt zur Eigenverantwortung auf jeden Fall der richtige. Vor allem für den Einzelhandel sei es wichtig Er glaubt, dass vor allem in hochfrequentierten Innenräumen – beispielsweise in Supermärkten – die Leute an der Maskenpflicht festhalten.

Zudem sei wichtig, dass man jenen Menschen die weiterhin Maske tragen wollen klarmache, dass dies auch vollkommen in Ordnung sei, meint Siebzehnrübl. „Wenn die Leute gut mit der Freiheit umgehen, dann wird uns diese auch erhalten bleiben“, gibt er sich zuversichtlich.

Freude bei Clubbetreibern

Sabrina Obermoser vom City-Management Rosenheim, berichtet, dass bei ihr derzeit viele Anfragen von Einzelhändlern eingingen, die unsicher seien, wie sie ab Sonntag verfahren sollen. Obermoser schätzt die Lage als schwierig ein und setzt ihr Vertrauen ebenfalls in die Eigenverantwortung der Bürger.

Vor allem für Einzelhändler und Gastronomen sei es schön, mal wieder das Lächeln der Kunden zu sehen. Mit Blick auf den verkaufsoffenen Sonntag am 3. April hofft sie natürlich, dass alles rund läuft.

Auch in den Nachtclubs kann bald wieder ohne Einschränkungen gefeiert werden. Franz Fischer vom Rosenheimer Club „Nerdz“ freut sich über die Lockerungen. Er findet, dass dieser Weg der richtige sei, um wieder zur Normalität zurückzukehren sagt aber auch, dass die Nachtgastronomie aktuell ohnehin nicht mehr allzu stark von den Einschränkungen betroffen sei. Für ihn wird sich deshalb laut eigenen Angaben wenig verändern.

Über jede Erleichterung erfreut

Auch bei der Kirche ist man erfreut über die Lockerungen. Seelsorgerin Hannelore Maurer spricht von einem guten Schritt. „Grundsätzlich bin ich über jede Erleichterung erfreut“, sagt sie. Darüber, wie die Regeln bei den Gottesdiensten ab Sonntag aussehen, kann Maurer zu diesem Zeitpunkt noch keine Auskunft geben.

Bisher sei man so verfahren, dass, sofern ein Mindestabstand eingehalten wurde, die Gottesdienstbesucher die Maske abnehmen durften. Wenn man näher beisammen saß, wurde zum Tragen des Mundschutzes aufgefordert. So habe man sicherstellen wollen, dass sich auch Menschen die Angst vor einer Ansteckung haben, sicher fühlen. Besonders älteren Menschen liege dies sehr am Herzen.

Maurer sagt aber auch, dass das Virus inzwischen einfach zum Alltag gehöre und setzt deshalb darauf, dass die Bürger gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen.