Gemeindezahlen im Überblick (Stand 26. Februar)

Corona-Wochenbericht für Stadt und Landkreis Rosenheim

Ein Schild mit der Aufschrift „Hier gilt Maskenpflicht - Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz“
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Symbolbild

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 25. Februar 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass der seit Ende Dezember bestehende klare Trend für eine Abschwächung des Infektionsgeschehens in der Region aktuell gestoppt ist und die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) seit dem letzten Wochenbericht wieder ansteigt. In der Stadt Rosenheim wurde der niedrigste Wert der 7-Tage Inzidenz am 18. Februar mit 36,2 erreicht und liegt aktuell bei 66,1. Im Landkreis Rosenheim stieg dieser Wert von 42,5 am 13. Februar auf 85,0 am 25. Februar.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen zehn und 64 neue Fälle gemeldet, eine Zunahme zum letzten Wochenbericht. 

Zunehmend gewinnen die besorgniserregenden Varianten des Coronavirus auch in der Region Bedeutung: Nachdem nunmehr viele Labors das Testverfahren einer variantenspezifischen PCR-Untersuchung (vPCR) etabliert haben, werden dem Gesundheitsamt zunehmend bestätigte Fälle der britischen Variante (B1.1.7.) gemeldet. Wie bereits mitgeteilt reicht für die Bestätigung einer britischen Variante aufgrund einer aktuellen Regelung des Bayerischen Gesundheitsministeriums ein Nachweis mittels einer positiven vPCR aus. Für den Nachweis der südafrikanischen (B1.351) sowie der brasilianischen Varianten (B.1.1.28 P.1) ist weiterhin eine Gesamtgenomsequenzierung notwendig. Bislang wurden dem Gesundheitsamt 187 Fälle einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht wurden 127 Fälle der britischen Variante von zuvor positiv in der PCR getesteten Personen gemeldet. Bislang ist in der Rosenheimer Region weiterhin lediglich ein bestätigter Fall der Südafrika-Variante aufgetreten, über den bereits berichtet wurde. Die brasilianische Mutation wurde nicht nachgewiesen. 

Für Verdachtsfälle sowie bestätigte Fälle einer besorgniserregenden Variante gelten strengere Infektionsschutzmaßnahmen: Neben einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne, die nicht verkürzt werden konnte, ist für die Beendigung der Quarantäne zusätzlich ein negatives Testergebnis erforderlich. Diese Maßnahmen gelten auch für die engen Kontaktpersonen der Kategorie I.

Trotz steigender Fallzahlen kann das Gesundheitsamt weiterhin die positiv Gemeldeten tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.„Leider ist in der Stadt und im Landkreis Rosenheim der robuste Abwärtstrend des Infektionsgeschehens gestoppt. Wir sehen seit dieser Woche einen Wiederanstieg der Fallzahlen und der 7-Tage-Inzidenz. Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es noch zu früh, es liegen aber erste Hinweise darauf vor. Große Sorge bereitet uns die Verbreitung der besorgniserregenden Varianten. Sie können den Verlauf der Pandemie verschlimmern, zu einer schnelleren Verbreitung der Infektionen, zu schwereren Verläufen und zu einer Überlastung der Intensivstationen führen. Unklar ist momentan die Datenlage, ob von einzelnen Varianten auch eine schlechtere Schutzwirkung der Impfung resultieren kann. Deshalb ist es umso wichtiger, die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mind. 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – konsequent einzuhalten, um die Ausbreitung der Virusvarianten zu verlangsamen. Auf Reisen sollte derzeit unbedingt verzichtet werden.“

Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts sind die Gebiete mit einem erhöhten Auftreten der Virusvarianten ausgewiesen:

Mittlerweile zählen auch große Teile Tirols dazu.

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld. Vereinzelt kommt es zu Infektionserkrankungen in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Als Lichtblick sieht das Gesundheitsamt, dass kaum mehr Infektionen bei Bewohnern von Heimen auftreten. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen“, so Hierl. Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle in Schulen und Kitas

Impfungen

Erfreulicherweise werden in Stadt und Landkreis weiterhin in immer mehr stationären Einrichtungen sowie im Impfzentrum Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen:

Insgesamt sind ca. 23.100 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 15.444 davon waren Erstimpfungen, 7.655 Zweitimpfungen. Insgesamt 7.055 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht. 

Es wird darauf hingewiesen, dass für die Impfung gegen COVID-19 eine Registrierung unter https://impfzentren.bayern zu erfolgen hat. Es darf sich bereits jeder impfwillige Bürger registrieren, unabhängig von der Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung und der jeweiligen Mobilität. Besteht ausnahmsweise keine Möglichkeit zur Internetnutzung, ist auch eine telefonische Registrierung bei der Impfhotline unter der Rufnummer 08031/ 365 8899 möglich. Vorrangig soll die Registrierung jedoch online vorgenommen werden. Sobald Termine verfügbar sind und die jeweilige Priorisierungsgruppe an der Reihe ist, werden die registrierten Personen benachrichtigt. Bisher haben sich 54.249 Menschen auf der Registrierungsplattform angemeldet. 

Die bayerische Software errechnet automatisch nach bestimmten Algorithmen die Priorisierung anhand der erfolgten Angaben des Bürgers, das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt können hierauf keinen Einfluss nehmen. Bitte sehen Sie daher von Anfragen zur Höherpriorisierung oder vorgezogenen Impfungen an das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt ab. Ab dem 1. März können Personen mit seltenen Erkrankungen, die in der jetzigen Impfverordnung wegen ihres relativ seltenen Vorkommens und damit verbundener ungesicherter Evidenz noch nicht Berücksichtigung gefunden haben, Anträge bei der neu eingerichteten Bayerischen Impfkommission (www.impfkommission.bayern) einreichen, welche anschließend prüfen wird, ob der Antragsteller mit hoher oder erhöhter Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen COVID-19 hat. Eine Einordnung in die höchste Priorisierungsgruppe ist jedoch nicht möglich.

Die Impfberechtigung muss am Impftag belegt werden (z. B. mittels einem gültigen Ausweisdokument oder einer Arbeitgeberbescheinigung). Ein Muster für eine Arbeitgeberbescheinigung kann auf der Homepage des Landkreises Rosenheim heruntergeladen werden.

Um Warteschlagen vor dem Impfzentrum zu vermeiden, werden die Bürgerinnen und Bürger mit Termin gebeten, pünktlich zu erscheinen.


„Sehr bedenklich sehe ich die teilweise in der Öffentlichkeit geäußerten Vorbehalte gegen eine Impfung mit der Vakzine der Firma AstraZeneca. Der Impfstoff ist im Zulassungsverfahren – wie auch die bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffe – als sicher und wirkungsvoll getestet worden. Aufgetretene Reaktionen nach der Impfung entsprechen nach Aussagen des Paul Ehrlich-Instituts den erwartbaren Reaktionen nach einer Impfung, wie zum Beispiel Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel und Fieber. Ich sehe es als großes Privileg, gegen das Pandemievirus geimpft werden zu können und verstehe Vorbehalte gegen einzelne Impfstoffe nicht“, beurteilt Hierl. „Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, denen ein Impfangebot gemacht wird, dieses auch anzunehmen. Die Impfung dient Ihrem Schutz aber auch dem Ihrer Nächsten und der Allgemeinheit. Es kursieren einige Gerüchte über Impfschäden durch die Corona-Impfstoffe. Schenken Sie dem keinen Glauben, die Vorteile der Impfung überwiegen nach der Studienlage bei weitem mögliche Nebenwirkungen“, so Hierl.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 18.02.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 264 neue Fälle (am 18.02.: 158) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 13.469 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 10.605, Stadt: 2.864). Mittlerweile wurde bei mindestens 12.388 Personen eine Genesung dokumentiert. 474 Personen (am 18. Februar.: 472) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 421, Stadt: 53). Von den Verstorbenen waren 14 (am 18. Februar.: 13) Personen unter 60 Jahren. 326 (am 18. Februar.: 325) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden zwei Personen gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon war eine Person über oder gleich 80 Jahre und eine Person unter 60 Jahre. Eine dieser Verstorbenen war in einem Heim betreut worden.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 187 Fälle (Landkreis 166, Stadt 21) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), über den bereits berichtet wurde, in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Hiervon wurden dem Gesundheitsamt seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 18. Februar. 24 Uhr 127 Fälle (Landkreis 111, Stadt: 16) gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

97 (am 18.02.: 99) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 12 Patienten (am 18.02.: 15) auf einer Intensivstation

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 26.02.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 66,09 (am 18.02.: 36,19), für den Landkreis Rosenheim bei 84,95 (am 18.02.: 51,66).

7-Tagesinzidenz
Gemeldete Fälle pro Tag
Altersstruktur der Fälle seit dem 1. Januar
Altersstruktur der Todesfälle.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

*Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

GemeindeFälleDifferenz der Fälle zur VorwocheAktive Fälle
Albaching8100
Amerang117+37
Aschau222+16
Babensham11402
Bad Aibling856+5274
Bad Endorf335+210
Bad Feilnbach435+314
Bernau am Chiemsee269+314
Brannenburg268+420
Breitbrunn am Chiemsee61+25
Bruckmühl575+3154
Chiemsee200
Edling205+19
Eggstätt147ßß
Eiselfing117+13
Feldkirchen-Westerham367+412
Flintsbach am Inn140-15
Frasdorf84+34
Griesstätt109+113
Großkarolinenfeld250+717
Gstadt am Chiemsee76+25
Halfing11604
Höslwang6602
Kiefersfelden400+815
Kolbermoor780+2142
Neubeuern106+19
Nußdorf am Inn142+16
Oberaudorf255+27
Pfaffing15306
Prien am Chiemsee350+38
Prutting10100
Ramerberg4201
Riedering268+1825
Rimsting8506
Rohrdorf am Inn252+682
Rosenheim2864+4282
Rott am inn13007
Samerberg14405
Schechen267+24
Schonstett3800
Söchtenau140+12
Soyen15904
Stephanskirchen328+15
Tuntenhausen254+1227
Vogtareuth84+24
Wasserburg am Inn626+624

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:


https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemeldung LRA Rosenheim

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