Sanierung der Mangfallstraße schon im April?

Die Mangfallstraße weist starke Straßenschäden auf.
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Die Mangfallstraße weist starke Straßenschäden auf.

Rosenheim - In der nächsten Stadtratssitzung soll über die Sanierung der Mangfallstraße entschieden werden. Schon im April könnte dann mit den Arbeiten begonnen werden.

Ein Plädoyer für einen intensiven, auch kontroversen Dialog zur Lösung schwieriger verkehrlicher Fragen hat Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Aising in der Turneralm gehalten. „Wir müssen akzeptieren, dass es z. B. zur Mangfallstraße ganz unterschiedliche Meinungen gibt, je nachdem, ob es sich um Anlieger oder Nutzer der Straße handelt. Mir ist es wichtig, die verschiedenen Auffassungen hierzu in den Prozess der politischen Willensbildung einzubinden. Klar sein muss aber auch: Stillstand bedeutet Rückschritt. Deshalb muss in dieser Frage in der nächsten Stadtrats-Sitzung eine Entscheidung herbeigeführt werden. Die Verwaltung wird die Voraussetzungen hierfür schaffen. Dann kann im April planmäßig mit der Totalsanierung der Straße begonnen werden“, so die Oberbürgermeisterin.

Bauer zeigte Verständnis für die innerparteiliche Diskussion zu diesem Thema und bekannte sich ausdrücklich dazu. „Eine Volkspartei, die fast die Hälfte aller Stadtratssitze innehat, muss solche Themen auch kontrovers diskutieren. Weder in der Fraktion noch in der Partei darf es hierzu Denkverbote, geschweige denn einen Fraktionszwang geben. Die Stadträte sind dem Wohl der Stadt verpflichtet, nicht dem, was manche Medien gern an Außendarstellung hätten. Die politische Kunst ist es, am Ende eines Diskussionsprozesses tragfähige und mehrheitsfähige Positionen zu finden. Ich weiß, dass dies gelingt“, zeigte sich Bauer überzeugt.

CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat Josef Gasteiger äußerte sein Unverständnis darüber, „einen vernünftigen Straßenbau mit einer ordentlichen Asphaltdecke und vernünftigem Gehsteig zu verhindern.“ Er plädierte dafür, bei der Brannenburger Straße die sich bietende Chance eines maßvollen Ausbaus mit Radweg zu nutzen. „Tun wir dies nicht, werden die Gelder des Straßenbauamts woanders hinfließen.“ Gasteiger zeigte sich erfreut über die positive verkehrliche Wirkung des Aisinger Kreisels: „Diese Straßenbaumaßnahme bewährt sich seit sechs Jahren vorbildlich“. Er lobte die „vorbildlichen Schautafeln“ zum Schutz des Wildreservats in der „Burg“, den Ausbau des Feuerwehrhauses in der Aisingerwies und den südlichen Zugang zur Bahnunterführung, der für die südlichen Stadtteile einen großen infrastrukturellen Vorteil bedeute. „Aising ist stolz auf seine Kinderkrippe. Sie zeigt, dass wir auch demographisch zukunftsfähig sind“, so Gasteiger. Sorge bereite ihm allerdings das Gaststättensterben. „Der Alte Wirt ist ohne Pächter, die Umbauten beim Erdinger Weißbräu verzögern sich und an Stammtische im kalten Eck oder Waldeck erinnert man sich kaum noch“, bedauerte Gasteiger.

In der anschließenden Diskussion wurden Oberbürgermeisterin Bauer und die Verwaltung für die Hilfen bei der Bewältigung der Hochwasserschäden nachhaltig gelobt: „Die Unterstützung hätte besser nicht sein können“, so eine Teilnehmerin, die darauf hinwies, dass die Versicherungen nun dazu übergingen, bestehende Elementarschadens-Policen zu kündigen, um nicht mehr für künftige Schäden aufkommen zu müssen. „Es geht nicht, dass die Menschen in unserer Stadt sich gegen Elementarschäden nicht mehr versichern können – ausgerechnet dann, wenn der Hochwasserschutz durch die Maßnahmen in Kolbermoor durchgreifend verbessert wird“, so Bauer. Sie werde sich in Gesprächen mit Versicherern der Angelegenheit annehmen.

Im Laufe des Abends stellten sich die Kandidaten des Ortsverbandes Aising Ursula Meishammer, Josef Gasteiger, Maximilian Haimmerer, Alexandra Linordner, Hans Peter Lossinger, Silvia Tomm, Karl Mosslechner und Josef Steingraber den Teilnehmern der Veranstaltung vor. Auch die Kandidaten aus den anderen Ortsteilen erhielten die Möglichkeit sich und ihre Ideen den Besuchern näherzubringen.

Pressemitteilung CSU Kreisverband Rosenheim-Stadt

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