Drei Hunde und zwei Radler auf Tour

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Die drei Hunde Mona, Fido und Whiskey touren mit Antonio De Matteis und seiner Frau Sabine Knoll durch Europa, um auf das Schicksal ausgesetzter Tiere aufmerksam zu machen.

Rosenheim - Seit fast einem Jahr reisen Antonio De Matteis und seine Frau Sabine Knoll durch Europa. Das Besondere an ihrer Reise: Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs und drei Hunde laufen neben ihnen her.

Jetzt machten sie Station in Rosenheim. Mit der außergewöhnlichen Aktion wollen die beiden gegen das Aussetzen von Tieren, besonders in der Urlaubszeit, demonstrieren. Der Startschuss für ihre Fahrt fiel am Sonntag vor einem Jahr in Matino in Süditalien. Von dort fuhren die begeisterten Radler entlang der Küste von Frankreich, Spanien und Portugal. Anschließend ging es über Paris nach Belgien und in die Niederlande. Seit Ende Juni 2009 sind die fünf "Weltenbummler" in Deutschland unterwegs und erreichten jetzt Rosenheim. Von hier aus wird das Quintett in den nächsten zwei Monaten über österreich in seine Wahlheimat Süditalien zurückkehren.

Auf ihrem Weg versuchen De Matteis und Knoll mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dies fällt dank ihrer auffälligen Räder mit Anhängern und den drei Hunden Mona, Fido und Whiskey auch nicht schwer. Wo immer sie in den Innenstädten auftauchen, sammeln sich Menschen um die Gruppe und stellen Fragen. Die Tierfreunde stehen dabei gerne Rede und Antwort.

Ihr Ziel ist es, die Europäer davon zu überzeugen, dass ausgesetzte Tiere ein ernstzunehmendes Problem sind. "Wenn in jeder Stadt zumindest einer anfängt, über diese Tiere nachzudenken, haben wir schon etwas erreicht", meint De Matteis.

Alle mitreisenden Hunde wurden als Welpen ausgesetzt und von Knoll und De Matteis adoptiert. Aus Rücksicht auf die Vierbeiner radeln sie täglich nur rund 25 Kilometer. Trotzdem legte das Paar samt Hunden im letzten Jahr rund 9500 Kilometer zurück und besuchte etwa 1000 Städte.

Eine Fahrradfirma stellte die Räder zur Verfügung. Ansonsten finanzieren De Matteis und Knoll das Projekt über Spenden und ihr Privatvermögen.

Wenn die beiden wieder zu Hause sind, wollen sie ihre Erlebnisse in einem Buch festhalten. Zudem hoffen sie, mit ihrer Europatour ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen zu werden.

bea/Oberbayerisches Volksblatt

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