Dünne Protokolle und große Lücken

Rosenheim – Morgens, halb 3 Uhr in Rosenheim: In der Stollstraße pöbeln sich vor einer Disco zwei mehr oder weniger Betrunkene an.

Der körperlich Unterlegenere rettet sich in eine verbale Drohgebärde: „Gib Ruhe, ich bin trainierter Kickboxer!“ Als das nicht imponiert, holt er Verstärkung – einen Afroamerikaner von imposanten zwei Metern Größe, der früher American Football spielte. Der Türsteher empfahl dem 39-jährigen Automechaniker vernünftigerweise, er solle das Weite suchen, bevor es wirklich Probleme gäbe. Dieser ist einsichtig und tut das. Damit hätte es sein Bewenden haben können. Es wäre die übliche, problemlose Auseinandersetzung zwischen Betrunkenen an einem Donnerstagmorgen geblieben.


Aber, der Football-Spieler und sein Bekannter folgten dem Angeklagten, der sich dann bedroht vorkam und im Eifer des Gefechtes ein Messer in der Hand hatte. Nach dem Schrei "Er hat ein Messer" war unmittelbar darauf die Münchner Bereitschaftspolizei vor Ort.

Jetzt stand der 39-Jährige vor Gericht und wurde freigesprochen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass eine Selbstverteidigungssituation vorlag.

Den ausführlichen Bericht finden Sie am Samstag im Oberbayerischen Volksblatt.

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