Für eine friedliche Zukunft

Rosenheim – Sie wollen "Brückenbauer" für ein friedliches Zusammenleben der Völker sein. Die Jahreshauptversammlung der Krieger- oder Soldatenkameradschaft:

"Wer den Frieden aus den Augen verliert, hat diesen bereits verloren." Auf dieser Lebenserfahrung des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer basieren letztlich auch Arbeit und Engagement der Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim.

Zur Jahreshauptversammlung begrüßte Vorsitzender Werner Zimmermann im Vereinslokal "Mail-Keller" unter anderem auch eine Abordnung der Tiroler Kaiserjäger aus Jenbach mit Hauptmann Hans Pixer an der Spitze. Der Rosenheimer Verein hat derzeit 252 Mitglieder.

Als Vertreter der Stadt würdigte Zweiter Bürgermeister Anton Heindl die Aktivitäten der Kameradschaft. Diese würden nicht nur aus Traditionspflege und Vergangenheitsbewältigung bestehen, sondern auch aus dem Einsatz für den Frieden und die Völkerverständigung. Die Besuche und Pflege von Soldatenfriedhöfen, auf denen sowohl deutsche Soldaten als auch Soldaten der ehemaligen Gegner ihre letzte Ruhestätte gefunden haben sowie das Zusammentreffen mit Kriegsveteranen aus verschiedenen Ländern würden für sich sprechen.

Heindl, der mit dem Zitat von Konrad Adenauer sein Grußwort eingeleitet hatte, bezeichnete die Soldatenkameradschaften sowie Krieger- und Reservistenvereine als "Brückenbauer" in eine Zukunft, die vom friedlichen Zusammenleben der Völker geprägt sein müsse.

Das anschließende Totengedenken galt nicht nur den im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinskameraden, sondern auch den Soldaten der Bundeswehr, die im Rahmen ihres Einsatzes für den Frieden ihr Leben gelassen haben sowie allen Opfern kriegerischer Auseinandersetzungen.

In seinem Rechenschaftsbericht ließ Vorsitzender Zimmermann ebenso den anderen Part, die Geselligkeit im Verein, anklingen. Rund 70 Prozent der Mitglieder sind über 60 Jahre alt. Gerade diese schätzen das rege Vereinsleben. Der von Schriftführerin Inge Scheffler gegebene Rückblick auf die zahlreichen Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres bestätigt das.

Monatliches Stammtisch-Treffen

Das trifft auch auf den inzwischen zur "Institution gewordenen monatlichen Stammtisch zu. Dazu trifft man sich, auch mit Frauen, an jedem zweiten Mittwoch im Gasthaus "Flötzinger-Bräu" in der Kaiserstraße.

Den Kassenbericht gab Hans Gruber. Ohne Spenden und Zuschüsse, so Vorsitzender Zimmermann, sei die Vereinsarbeit nicht mehr finanzierbar.

Den Höhepunkt der Jahresversammlung 2012 bildete die Auszeichnung sowohl verdienter als auch langjährige Mitglieder. Mit der silbernen Ehrennadel wurde "Schussmeister" Anton Daurer bedacht. Ihm obliegt es, bei speziellen Anlässen, beispielsweise bei Beerdigungen, den Ehrensalut zu schießen. Für langjähriges Engagement in der Soldatenkameradschaft wurden Leonhard Ginhart, Karl Hölzchen und Manfred Karpinski zur Eh-renmitgliedern ernannt.

Anschließend genossen die Mitglieder eine beeindruckende Videoschau von Wilfried Herold über weißblaue Landschaften und Menschen, die mit dieser Landschaft verbunden sind.

je/Oberbayerisches Volksblatt

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