Aus für den "Eiszauber"

Im letzten Jahr gab es neben der großen Eisfläche eine kleine für Eisstockschützen und Kinder. In diesem Jahr gibt es gar nichts: Die Betreiber des "Eiszaubers" geben auf.
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Im letzten Jahr gab es neben der großen Eisfläche eine kleine für Eisstockschützen und Kinder. In diesem Jahr gibt es gar nichts: Die Betreiber des "Eiszaubers" geben auf.

Rosenheim - Aus für den "Eiszauber" am Ludwigplatz. Die Betreiber der Eisfläche haben bekanntgegeben, dass sie den Aufwand keine weitere Saison betreiben wollen.

"Es hat sich wirtschaftlich einfach nicht rentiert", ist das Fazit von Florian Geiger, einem der vier Veranstalter.

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Zwei Winter lang hatten Rosenheimer und Gäste der Stadt die Möglichkeit, am Ludwigsplatz Schlittschuh zu laufen. Zwar gab es auch kritische Stimmen wegen der Gestaltung, doch insgesamt kam der "Eiszauber" gut an. Aber das Geschäftsergebnis stellte nicht zufrieden. Die vier Betreiber steckten eine Menge Geld in die Holzhütten, die die Eisfläche umrahmten, und sie mussten die Leihgebühr für die Kühlaggregate bezahlen. Der Ertrag, so sagt Florian Geiger, sei in keinem Verhältnis zum Aufwand gestanden. Einen Teil bekamen die Veranstalter zwar über Sponsorengelder herein. Für diese Sponsoren machten sie auch Werbung auf den Banden und Außenflächen. "Aber dann hat man uns vorgeworfen, das Ganze würde aussehen wie eine große Litfasssäule", beklagt Geiger.

Von der Stadt hätten sich die Betreiber mehr Unterstützung gewünscht. Doch es gab einen klaren Stadtratsbeschluss, der lautete: Das ist eine geschäftliche Sache, die sich selber tragen muss. So konnten Geiger und seine Partner lediglich mit der Hilfe des Bauhofs rechnen, der die Bänke am Ludwigsplatz auf- und abbaute und den Platz insgesamt herrichtete.

Mitorganisator Florian Geiger im Interview:

O-Ton

Nach einer Lernphase im ersten Jahr wurde im letzten Winter einiges geändert. Die Eisfläche war größer und sie wurde anders platziert. Eisstockschützen bekamen eine eigene Bahn, die sich auch als ideale Übungsfläche für die Kleinsten erwies. Aber die Veranstalter fühlten sich abgenabelt vom sonstigen Geschehen. "Wir mussten uns zwar an die Öffnungszeiten des Christkindlmarktes halten, aber sonst wollte keiner mit uns etwas zu tun haben", sagt Geiger im Rückblick. Um 20 Uhr musste während des vierwöchigen Christkindlmarktes Schluss sein. Das hatte der Stadtrat so festgelegt. Es sollten nicht Scharen von Glühweintrinkern animiert werden, zum Ludwigsplatz zu wechseln, wenn die Buden vom Christkindlmarkt schlossen.

Zu schaffen machte den Betreibern auch immer wieder das Wetter. Im ersten Jahr sorgte ein Wärmeeinbruch in der Weihnachtszeit dafür, dass Wasser auf der Eisfläche stand, im zweiten Jahr war es zu Beginn so warm, dass nur mit größtem Energieaufwand überhaupt Eis gemacht werden konnte. Die Stromkosten verdoppelten sich dabei gegenüber der ersten Saison auf 16000 Euro.

Eröffnung Eiszauber

 © Müller/Eiszauber
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 © cs
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Die Konkurrenten, die bei der ersten Ausschreibung mitgemacht hatten, winkten ab, als ihnen nun die Möglichkeit angeboten wurde, einzuspringen. Kein Wunder - wenn es sich für den einen nicht rentiert, wird ein anderer unter gleichen Bedingungen kaum ein besseres Ergebnis erzielen können. Und die Energiepreise steigen weiter.

Der städtische Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl sieht es nicht als Aufgabe der Stadt, sich für die nächsten Jahre um Ersatz zu bemühen. Er meint, es könnte im Interesse des Wirtschaftlichen Verbandes sein, den Ludwigsplatz in das Gesamtkonzept für "Rosenheim im Advent" einzubeziehen - mit Eisfläche oder einer anderen Nutzung.

Oberbayerisches Volksblatt

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