Die erste "Goldene Ehrennadel"

Rosenheim - Willi Schmid erhielt aus der Hand von OB Gabriele Bauer die neugeschaffene Auszeichnung. Sein Engagement im Verein „Miteinander wurde gewürdigt.

Lesen Sie mehr über Willi Schmid:

Miniladen vor dem Aus

Gute Zusammenarbeit mit Moscheen und Kirchen

Ein gemeinsames Essen in stilvoller Atmosphäre und dankende Worte gab es beim Ehrenamtsabend der Sozialen Stadt Rosenheim im Ballhaus. 250 Ehrenamtliche kamen und freuten sich sehr über diese Form der Anerkennung. Eine besondere Auszeichnung gab es für Willi Schmid. Er bekam als erster Rosenheimer die neu geschaffene "Goldene Ehrennadel der Sozialen Stadt" überreicht.

Schmid engagiert sich schon seit vielen Jahren unentgeltlich und unermüdlich in den unterschiedlichsten Bereichen. In der Lessingstraße gehörte er viele Jahre zum Vorstand des Fördervereins "Miteinander". Er brachte sich beim "Mini-Laden" ein und setzte sich mit ganzer Kraft immer wieder für Integration ein, auch wenn das nicht immer leicht war. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bezeichnete Schmid bei der Überreichung der Ehrennadel als einen Menschen mit "freiem und versöhnlichen Geist". Ihn kennzeichne ein offenes und von großer Nächstenliebe geprägtes Denken.

Die Auszeichnung kam für den langjährigen ehrenamtlichen Helfer überraschend. "Damit habe ich gar nicht gerechnet", meinte er. Die Freude über diese Form der Anerkennung konnte man ihm deutlich anerkennen, erst recht, als die anderen Besucher für ihn lange Applaus spendeten.

Die 250 Eingeladenen engagieren sich im Rahmen der Sozialen Stadt in den unterschiedlichsten Bereichen. Der 17-jährige Süli hat sich bis jetzt erst einmal ehrenamtlich betätigt. Er betreute beim Happinger Ferienprogramm Kinder. "Das hat mir schon großen Spaß gemacht", so der junge Mann.

Schon lange ehrenamtlich engagiert ist dagegen der Rosenheimer Manfred Mayer. Er hilft bei der Suppenküche in der Traberhofstraße mit. "Das bringt auch mir sehr viel", erzählte der 61-Jährige. Für ihn gäbe es keine bessere Art der Betätigung: "Früher war ich Segeln. Doch das ist vorbei. Mit meiner Arbeit in der Suppenküche entstehen Kontakte und Bindungen. Das ist viel schöner."

Gabriele Bauer stellte in ihrer Rede fest, dass jede Form des Ehrenamtes, egal ob "groß und klein" wichtig für die Lebensqualität der Stadt sei. "Was Sie tun, ist wahrlich groß", sagte sie zu den Gästen. Die Stadt sei durchzogen von freiwilliger Tätigkeit. Aber Ehrenamt vollziehe sich meistens in aller Stille, abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Darum seien Veranstaltungen wie der Ehrenamtsabend so wichtig.

Nach der Ansprache des Stadtoberhaupts sorgte die Band "Jazzica" für die musikalische Unterhaltung. Für das leibliche Wohl war mit einem feinen Buffet bestens gesorgt. Die Gäste genossen diese Art des Dankes für ihr freiwilliges Engagement sichtlich und nutzten dabei ausgiebig die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © pa

Kommentare