Fachkräftemangel erfordert neue Initiativen

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Zahlreiche Schulleiter und Lehrer waren bei der Auftaktveranstaltung der „MINT“-Initiative dabei, die die Begeisterung der Schüler für technische Berufe schüren will.

Rosenheim – Spätestens ab 2015 wird für naturwissenschaftliche oder technische Berufsfelder, kurz MINT für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik“, ein enormer Fachkräftemangel prognostiziert.

Dies gilt sowohl für Ausbildungsberufe als auch für Ingenieurstudiengänge und kann für die Region sogar die erwartete positive wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig bremsen. Seit einiger Zeit wird von verschiedenen Seiten versucht, diesem Defizit vorzubeugen. Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft Rosenheim hat die landesweite MINT- Initiative zum Jahresthema 2010 gemacht.

In einer Auftaktveranstaltung wurde von den beiden Vorsitzenden, Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, und Stephanie Keill, Rektorin der Johann-Rieder-Realschule, vorgestellt, wie der Arbeitskreis SchuleWirtschaft dazu beitragen will, dass mehr Schüler für technische Berufe begeistert werden können. Zahlreiche Vertreter aller Schularten in der Stadt und im Landkreis, darunter viele Schulleiter, bekundeten großes Interesse an den vorgestellten Projekten.

Alfred Thunig, Ausbildungsleiter der Fa. Kathrein und Professor Feindor von der Hochschule Rosenheim präsentierten die Vorhaben „Technikwandertag“ und „Schüleruni“. Der Geschäftsführer des Arbeitskreises, Henryk Weigel von der Sparkasse, warb für das bewährte Angebot „Lehrer in der Praxis“, das 2010 den Schwerpunkt auf technische und naturwissenschaftliche Themen legt. Workshops zu technischen Fragestellungen, in denen Schüler, aber auch Lehrkräfte neue Entwicklungen aktiv kennen lernen können, und Vorträge ergänzen das Angebot. Hauptziel aller Vorschläge des Arbeitskreises ist es, den Schulen Verbindungen zu Unternehmen so zu erleichtern, dass sie im Rahmen eines Schultages genutzt werden können. Auch Schüler, die bisher noch kein großes Interesse für die Technik zeigten, sollen durch praktische Erfahrungen begeistert werden.

Ein Funke der Begeisterung ist gleich an Ort und Stelle übergesprungen: Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Alfons Maierthaler, sagte die Unterstützung für den Kauf weiterer Roboter zu. Diese werden von der Hochschule verwaltet und Schulen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Projekts „Lego Mindstorms“ können die Roboter von Schülern in Unterrichtsprojekten oder im Wahlunterricht Robotik programmiert werden.

Auf Grund des großen Interesses wird der Arbeitskreis SchuleWirtschaft nun daran gehen, die Kontakte zwischen weiteren Unternehmen und Schulen herzustellen. Die nötigen Voraussetzungen für eine sinnvolle Zusammenarbeit wurden formuliert und sollen die Planung für beide Seiten erleichtern.

Pressemitteilung Sparkasse Rosenheim Bad Aibling

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