Fachwissen der Sozial- und Wirtschaftsverbände ist gefragt

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Trägerversammlung (von links): Landrat Josef Neiderhell, sein Stellvertreter, der Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, Harald NEubauer sowie der Geschäftsführer der ARGE, Franz Heuberger.

Rosenheim - Der Arbeitsgemeinschaft zwischen der Agentur für Arbeit Rosenheim und dem Landkreis Rosenheim steht ab sofort ein Beirat beratend zur Seite.

Er besteht aus Vertretern der an der lokalen Arbeits- und Sozialpolitik beteiligten Organisationen. Der im Februar 2005 geschlossene Vertrag zwischen Agentur und Landkreis wurde entsprechend erweitert.

Konkret berät der Beirat die Trägerversammlung der Arbeitsgemeinschaft, jenes Gremium, das unter anderem für die Finanz- und Personalplanung verantwortlich ist und den Geschäftsführer der ARGE bestellt. Die Trägerversammlung besteht aus je drei Vertretern der Agentur für Arbeit und des Landratsamtes.

Peter Selensky, der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Rosenheim, bedankte sich bei Landrat Josef Neiderhell für dessen Einsatz zur Einrichtung des Beirats. Neben dem Diakonischen Werk gehören die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt, das Bayerische Rote Kreuz, der Sozialverband VdK, der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, das Kreisjugendamt, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft Rosenheim, die Bau-Innung Rosenheim sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund dem Beirat an.

In der konstituierenden Sitzung präsentierte der Geschäftsführer der ARGE, Franz Heuberger, aktuelle Zahlen. Nach seinen Angaben werden derzeit knapp 6000 Personen über das Arbeitslosengeld II, besser bekannt als „Hartz IV“, versorgt. Darunter sind rund 1800 Arbeitslose und etwa 800 Alleinerziehende. Weitere ca. 1000 Personen sind zwar berufstätig, ihr Lohn reicht aber nicht aus, um sich selbst bzw. die Familie zu versorgen. Auffallend ist laut Heuberger, dass die Arbeitslosigkeit bei den Selbstständigen deutlich ansteigt.

Lob gab es vom Vorsitzenden der Agentur für Arbeit Harald Neubauer. Bei der Integrationsquote liegt die ARGE des Landkreises Rosenheim, unter 45 vergleichbaren, bundesweit auf Platz drei. Aus seiner Sicht machten die Mitarbeiter der ARGE einen guten Job, so Neubauer. In der Dienststelle in der Möslstraße in Rosenheim sind derzeit 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Weiter unklar ist die Zukunft der Arbeitsgemeinschaften. Der Bundesgesetzgeber reagierte bisher noch nicht auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2007. Das höchste deutsche Gericht hatte die einheitliche Aufgabenwahrnehmung von kommunalen Trägern und der Bundesagentur für Arbeit für verfassungswidrig erklärt. Eine Entscheidung der Politik muss spätestens im kommenden Jahr fallen.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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