Bahnhofsvorplatz: Fahrplan festgelegt

Rosenheim - Das weitere Vorgehen für den Bahnhofsvorplatz hat jetzt die Stadt festgelegt. Der Bauausschuss billigte die Rahmenbedingungen für die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs.

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Nach Abschluss der Rahmenplanung für das Bahnhofsareal steht als nächster Planungsschritt die Auslobung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs an. Das weitere Vorgehen sowie die personelle Besetzung hat jetzt einstimmig der Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss beschlossen. Robin Nolasco, der Leiter des Stadtplanungsamtes, stellte dem Gremium die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb mitsamt dem Zeitplan vor. Der offene Realisierungswettbewerb wird in den EWR-, WTO- und GPA-Staaten ausgeschrieben - also im Prinzip weltweit. Beauftragt für die Wettbewerbsvorbereitung und -betreuung ist das Münchner Büro Kellerer und Kellerer.

Die Aufgabenstellung beinhaltet, so Nolasco, die Neugestaltung des Südtiroler Platzes sowie die funktionale Optimierung für die Stadt- und Regionalbusse, für einen Kiss-&-ride-Parkplatz, für die Taxis und Fahrräderunterstelle. Außerdem soll das Konzept Lösungen für die Nutzung des ehemaligen Oberbahnamts und des sogenannten BASA-Gebäudes, des Bahn-Technikgebäudes rechts neben dem Bahnhof am Mühldorfer Gleis beinhalten. Der Wettbewerbsumgriff erstreckt sich vom Mühlbachufer im Osten bis zum ersten Baufeld im Westen, also etwa bis zur Hälfte der derzeitigen Parkplatzfläche.

Für die Jury schlägt die Stadtverwaltung als Fachpreisrichter vor: den Stuttgarter Stadtplaner Stuttgarter Professor Dr. Franz Pesch, Dr. Hubert Schmid, Leitender Baudirektor der Regierung von Oberbayern, Baudezernent Helmut Cybulska, den Frankfurter Architekten Professor Zvonko Turkali, den Architekten und Landschaftsarchitekten Tilman Latz aus Kranzberg bei Freising und Dr. Reinhold Baier, Verkehrs- und Stadtplaner aus Aachen.

Als ständig anwesende Vertreter benannt sind die Münchner Stadtplanerin Petra Schober sowie bei Bedarf Stefan Maisch, Architekt und Stadtplaner aus München.

Festgelegt als einer der Sachpreisrichter ist Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, ihr Vertreter, Zweiter Bürgermeister Anton Heindl. Die Fraktionen der CSU, SPD, Grüne und Freie Wähler/UP/FDP sind aufgefordert, je eines ihrer Mitglieder aus dem Bauausschuss als Sachpreisrichter sowie eine Vertretung bis Februar zu benennen.

Sachverständige Berater vorgeschlagen

Als sachverständige Berater und Teil der Vorprüfung wurden vorgeschlagen: Robin Nolasco, Stadtplanungsamt/Vertreterin Karin Graf; Hans-Joachim Stein, Tiefbauamt/Vertreter Jürgen Stintzing, Markus König von der städtischen Grün- und Landschaftsplanung und der Unteren Naturschutzbehörde, Peter Rein vom Bauordnungsamt und der Unteren Denkmalschutzbehörde/Vertreter Michael Kettenstock, und Cornelia Viebach vom Amt für Verkehrswesen, Geschäftsführerin der RoVG und des ÖPNV/Vertreter Manfred Orgler

Als sachverständige Berater und Wettbewerbsbeobachter wurden vorgeschlagen zwei Vertreter der CSU und je einer von SPD, Republikanern und ÖDP/WIR aus dem Bauausschuss.

Zur Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs wird ein Workshop zur Erarbeitung der Programmanforderungen der Auslobung am 10. Februar mit den den Mitgliedern des Bauauschusses und des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV angesetzt. Es folgt eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Wettbewerbsvorbereitung am 2. März mit Vertretern von Bahn, ÖPNV, Taxi-Betreibern, Einzelhändlern und Dienstleistern im Bahnhofsgebäude, Fahrgastverband und Stadträten. Die Preisrichtervorbesprechung ist auf den 16. März terminiert.

Der Beschluss der verkehrlichen Anforderungen soll der kombinierten Sitzung des Bauausschusses und des Verkehrsausschusses am 22. März herbeigeführt werden. Die Bekanntgabe der Gutachtenergebnisse für das BASA-Gebäude soll im Haupt- und Finanzausschuss am 17. April erfolgen, die Zustimmung zur Auslobung im Bauausschuss am 10. Mai, die Zustimmung zur Auslobung im Stadtrat am 23. Mai. Danach erfolgt die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt vom 29. Mai.

Die Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ist für den 30. Mai vorgesehen; das Rückfragenkolloquium wird am 29. Juni einberufen, Abgabetermin ist der 6. August.

Die Preisgerichtsitzung soll am 21. und 22. September stattfinden, der Beschluss zum Wettbewerbsergebnis im Stadtrat am 24. Oktober gefasst werden.

Die Kosten des Wettbewerbes, so Nolasco, können spätestens zum Zeitpunkt der Auslobung genauer beziffert werden. Im investiven Haushalt seien derzeit 279.000 Euro eingestellt. Voraussichtlich kann der Realisierungswettbewerb als förderfähige Maßnahme im Bund-Länder-Städtebauförderprogramm III Stadtumbau-West bezuschusst werden.

Die inhaltlichen Grundlagen der Auslobung werden in einem gesonderten Beschluss festgelegt.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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