Musikalische Wettervielfalt beim FWG-Frühjahrskonzert

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"The Typewriter" - eine Sekretärin, die das Unmögliche bewältigt

Rosenheim - Vom Regen übers Mondlicht zum Sonnenschein: Musikalische Wettervielfalt gab es beim Frühjahrskonzert des Finsterwalder-Gymnasiums am Mittwoch im Rosenheimer KuKo.

 Eröffnet wurde das abwechslungsreiche Programm von der talentierten Solo-Sängerin Melanie Köppel, K 12, die routiniert und zugleich einfühlsam zwei romantische Lieder vortrug. Zu Franz Schuberts „Liebhaber in allen Gestalten“ und Robert Schumanns „Schlaraffenland“ wurde sie von Franz Reel am Klavier begleitet und entführte das zahlreich erschienene Publikum ins Reich der Musik.

Schulleiterin Lisa Hauzenberger-Recher bedankte sich in ihren Begrüßungsworten bei den engagierten Schülerinnen und Schülern, die trotz der zunehmenden Belastung im Schulalltag Zeit und Motivation finden, gemeinsam zu singen und zu musizieren. Rainer Heilmann, der Leiter des Schulorchesters, stellte dem Publikum nach einem „Rain-Medley“, arrangiert von Jack Bullock, und „Trompeter’s Lullaby“, in dem der Abiturient Thomas Herbst als Solokünstler glänzte, das Rätsel, wem aus der Schulfamilie das folgende Stück „Typewriter“ von Leroy Anderson gewidmet sei.

Gamze Caner mimte dabei umwerfend komisch eine eifrige Schreibkraft, die an drei Maschinen gleichzeitig einen nicht enden wollenden Stapel an Dokumenten anfertigen muss. Selbstverständlich war den meisten Anwesenden schnell klar, dass damit nur die von allen hochgeschätzte Schulsekretärin Ulrike Trischitz gemeint sein konnte, die daraufhin mit einem Blumenstrauß geehrt wurde. Im Anschluss wurde es festlich: Michaela Bhend, 9c, Azem Kuvanbek, 9c, Jessica Clever, Q 11, und Moritz Kärcher, Q 11, brachten ein wunderschönes Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello von Franz Anton Hoffmeister zu Gehör.

Zwei Schülerinnen bezauberten daraufhin die Zuhörer mit ihrer Virtuosität und ihrer Persönlichkeit. Blathin Eckhardt, 8 b, interpretierte Claude Debussys impressionistisches Klavierstück „Clair de lune“ voll Gefühl und kraftvoller Tonbildung. An François Bornes Fantasien zu Melodien aus Georges Bizets Oper „Carmen“ wagte sich Sophie-Therese Löser, Q 11, an der Querflöte, begleitet von Franz Reel am Klavier, und riss mit ihrem brillanten Spiel das Publikum zu Beifallsstürmen hin.

Ebenso frenetisch gefeiert wurde das Saxophon-Quartett mit Anna Keller, K 13, Anian Winkler, Q 11, Musiklehrer Walther Senz und Simon Röllnreiter, Q 11 für die schwungvoll-swingende Darbietung von Scott Joplins „The Entertainer“ und „Ain’t Misbehavin’“ von Fats Waller und Harry Brooks. Dazwischen trauten sich die jungen und erfrischenden Stimmen des Unterstufenchors im von ihrem Leiter Franz Reel liebevoll arrangierten Medley „From Swing to Barbara“ teilweise sogar Soloparts zu, die sie mit Bravour meisterten.

In den unvermeidbaren Umbaupausen spielte in diesem Jahr frech und voller Charme der Unterstufenschüler Sebastian Taubenberger in Krachlederner auf seiner Steirischen Harmonika und erfreute damit das Publikum sehr. Auch Veronika Stumpf, K 12, konnte die große Bühne mit ihrer Stimme gut alleine füllen, indem sie „Son of a Preacher Man“ von Hurley und Wilkens nicht nur sang, sondern „performte“ – begleitet von Tobias Sydekum, K 13, am Bass und Julian Schneider, K 12, am Schlagzeug sowie Musiklehrer Walther Senz am Klavier.

Mit „Not Yet“ von Michel Camilo stellte die Jazzgruppe mit Anna Keller, Tobias Sydekum, Julian Schneider und Leopold Betzl am Klavier weithin bekannte Late-Night-Show-Bands in den Schatten – wirklich ganz großes Kino! Die Bühne füllte sich wieder, als die Sängerinnen und Sänger des Oberstufenchors unter der Leitung von Franz Reel zu einem sehr anspruchsvollen und beeindruckend arrangierten Feuerwerk an Melodien der unvergessenen Band „Queen“ rockten. „We will rock you“, „Another one bites the dust“, „We are the champions“ und ein zum Großteil von den Solistinnen Veronika Stumpf, Julia Gschirr, Melanie Köppel, Lena Kärcher und Steffi Bachmayr (alle K 12) vorgetragenes „Bohemian Rhapsody“ ließen so manchen Zuhörer heimlich mitsingen.

Den Schlusspunkt unter einen sehr unterhaltsamen Abend setzte die Big Band unter der routinierten Leitung von Walther Senz mit dem rockigen „25 or 6 to 4“, dem Evergreen „You’re the sunshine of my life“ und „The Blues Walk“. Dass man die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen durfte, war eigentlich klar. Und so verbanden die fünf Solo-Sängerinnen des Oberstufenchors ein fulminantes „Money money money“ von ABBA mit einem Spendenaufruf für ein Schulprojekt in Indien.

Pressemeldung Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim

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