Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Polizei ermittelt

Gestohlene Ortstafeln: In Rosenheim treiben Schilderdiebe ihr Unwesen

Straßenschilder (Symbolbild).
+
Straßenschilder (Symbolbild).

Lachen, Elend, Hundeluft oder Aalbude: Viele Ortsnamen in Deutschland sorgen für Erheiterung und lassen so manchen offenbar zu Schraubenzieher und Zange greifen, um sich mit dem Ortsschild ein einmaliges Souvenir zu sichern. Auch in Rosenheim scheinen Schilderdiebe jetzt auf den Geschmack gekommen zu sein.

Rosenheim – So richtig verstehen kann es Polizeihauptkommissar Robert Maurer nicht. „Eigentlich werden immer nur Schilder gestohlen mit nicht alltäglichen Ortsnamen“, sagt er. Umso unverständlicher sei für ihn, warum es die Diebe auf Schilder mit der Aufschrift „Hohenofen“ oder „Pang“ abgesehen haben.

Zehn Schilder von Baustelle entwendet

Und es wird noch kurioser: Denn die Täter haben nicht nur Ortstafeln entwendet, sondern auch Verkehrszeichen wie „Radweg“, „kombinierter Geh- und Radweg“, „Vorfahrt“ oder „Vorfahrt achten“. In der Leonhardtstraße wurde außerdem das Verkehrszeichen „Vorfahrt achten“ mit einem Zusatzzeichen für eine Bodenwelle entwendet.

Auf einer Baustelle am Turnerweg fehlen insgesamt zehn Schilder, darunter Verkehrszeichen, die auf eine Verengung der Fahrbahn oder auf Gefahren aufmerksam machen. Auch vor Schildern in der Mangfallstraße, in der Hainzenmühlstraße, in der Kunstmühlstraße und der Miesbacher Straße haben die Diebe nicht Halt gemacht.

Aising und Pang besonders auffällig

„Besonders auffällig ist es aber in den Ortsteilen Pang beziehungsweise Aising“, sagt Maurer. Er vermutet, dass es sich bei den Tätern um eine Bande handeln könnte. Genaueres sollen jetzt die Ermittlungen ergeben. „Wir haben entsprechende Spuren an Halterungen beziehungsweise Aufstellern gesichert und versuchen so, die bisher unbekannten Täter zu ermitteln“, sagt Maurer.

Ersatzschilder bereits bestellt

Auch der Stadtverwaltung sind die Diebstähle bekannt. „Die Ersatzschilder sind bereits bestellt, aber noch nicht eingetroffen“, heißt es aus dem Rathaus.

Das zeigt ein Beispiel aus Hohenofen. Hier fehlt von dem Ortsschild nach wie vor noch jede Spur. Lediglich die leere Halterung verrät, dass man gerade die Ortseinfahrt passiert hat.

Aufwendige Beschaffung von Ortsschildern

Während die klassischen Verkehrszeichen wie „Fußgängerzone“ oder ein „eingeschränktes Halteverbot“ im Baubetriebshof vorrätig sind, ist die Beschaffung von Ortsschildern wesentlich aufwendiger.

„Spezielle Schilder müssen bei einer externen Firma bestellt und neu gefertigt werden“, teilt die Stadt mit. Einseitige Schilder kosten circa 200 Euro, doppelseitige circa 330 Euro. Bei rund 16 entwendeten Schilder keine kleine Summe.

Geldstrafe oder Freiheitsentzug

Zudem kann der Diebstahl laut Robert Maurer massive rechtliche Konsequenzen mit sich ziehen. Denn wer Verkehrsschilder entwendet, begehe in den meisten Fällen nicht nur einen einfachen Diebstahl, sondern einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, der mit Geldstrafen oder sogar Freiheitsentzug geahndet werden kann.

Kommentare