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Gericht kippt Allgemeinverfügung

„Problemwolf“ darf doch nicht entnommen werden

„Problemwolf“ darf doch nicht entnommen werden

Wie glücklich sind Rosenheimer Kinder?

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Rosenheim - Anlässlich des Weltkindertags blickt der gemeinsame Elternbeirat für die Volksschulen (GEB) kritisch auf die Situation der Kinder in der Stadt.

„Für Politiker ist der Weltkindertag Anlass für schöne Sonntagsreden und Versprechungen, denen oftmals keine Taten mehr folgen“, sagt Martin Löwe, Vorsitzender des GEB-Rosenheim und Regionalbeauftragter für Oberbayern des Bayerischen Elternverbandes e.V. (BEV).

Statistiken und Berichte der letzten Zeit belegen immer mehr, dass Armut und Verwahrlosung unter Kindern auch in Rosenheim in erschreckendem Maße zunimmt. Gerade die Schulen haben hiermit zu kämpfen.

Neben der Erfüllung ihres Bildungsauftrages werden Schulen somit immer mehr genötigt, Sozialarbeit zu leisten, um Defizite der Elternhäuser aufzufangen. „Im GEB-Rosenheim sind Hilferufe von Elternvertretungen und Schulleitungen, die sich bei der Bewältigung dieser Probleme schlicht überfordert und vom Staat alleingelassen fühlen, bereits Thema gewesen“, berichtet Löwe. Lehrer müssten in zunehmendem Maße die Aufgaben eines Sozialarbeiters übernehmen, seien hierfür jedoch nicht hinreichend ausgebildet. Dieses führe letztlich dazu, dass gerade an Schulen mit schwierigem Umfeld die Gefahr bestehe, Lehrer zu ‚verheizen’ und somit die Qualität des Unterrichts nicht mehr gewährleisten zu können. Abhilfe kann laut Löwe nur durch den flächendeckenden Einsatz von Sozialpädagogen an Schulen geschaffen werden. „Wir müssen den Realitäten entgegensehen und eingestehen, dass Schulen zunehmend auch Sozialhelfer-Institutionen sind und brauchen daher so schnell wie möglich entsprechende Fachleute an den Schulen“, so Löwe.

Die bisherigen Regelungen für Jugendsozialarbeit an Schulen (JAS) sind hier bei Weitem nicht ausreichend: Es werden Jahr für Jahr zu wenige Anträge vom Ministerium genehmigt, zudem zögern die Kommunen, Anträge zu stellen, weil vielerorts schlicht das Geld für die Co-Finanzierung fehlt. Auch ist die Bestimmung kontraproduktiv, dass, wenn vor Ort bereits eine aus der Not geborene und auch nur vorübergehende Maßnahme getroffen wurde, Anträge an die Regierungen nicht mehr gestellt werden dürfen. Der GEB-Rosenheim setzt sich gemeinsam mit dem BEV für die Chancengleichheit in der Bildung für alle Kinder ein und mahnt, Kinder aus sozial schwachen Familien daher stärker als bisher zu fördern. Ein Sozialpädagoge an jeder Schule ist hierzu eine wichtige Voraussetzung. Auch kann so vielleicht dazu beigetragen werden, Kindern aus schwierigem familiären Umfeld über Probleme zu helfen, und ihnen somit eine glücklichere Kindheit und mehr Chancen zu ermöglichen.

Martin Löwe, Vorsitzender des Gemeinsamen Elternbeirats für die Volksschulen in Rosenheim

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