Großeinsatz im Salingarten in Rosenheim

Schechener und Trostberger klären "die Sache" auf Wiese - einer dreht danach völlig durch

Polizeifahrzeuge bei Einsatz vor Salingarten Rosenheim
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Polizeieinsatz am Salingarten Rosenheim (Archivbild).

Rosenheim - Am Mittwochabend, 12. August, gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein. Im Salingarten sei es zu einer größeren Schlägerei gekommen, lauteten die Mitteilungen.

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Dabei würden sich Männer gegenseitig mit den Fäusten ins Gesicht schlagen, einer blutete angeblich bereits stark im Gesicht. Vor Ort konnte gegen 21 Uhr durch mehrere Streifen die Personengruppe angetroffen werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gerieten ein 34-jähriger Mann aus Schechen und ein 33-Jähriger aus Trostberg im Eingangsbereich des Salingartens in Streit. Die beiden wollten „die Sache“ dann auf der Wiese im Salingarten klären.

Dort angekommen, setzte der Trostberger sofort einen Faustschlag gegen den Kopf seines Kontrahenten. Der 34-jährige Mann aus Schechen konnte den Faustschlägen teilweise ausweichen, schlug aber seinerseits auch gleich mit den Fäusten zurück. Zeugen schilderten, dass sich eine wilde Rauferei zwischen den beiden entwickelte.

Kurz danach traf die Rosenheimer Polizei vor Ort ein und konnte die beiden noch auf der Wiese antreffen. Der Mann aus Schechen war deutlich alkoholisiert, zeigte sich aber gegenüber den Beamten ruhig und einsichtig. Der Trostberger wiederum verweigerte die Herausgabe seiner Personalien und fing jetzt an, die Beamten anzuschreien. Er drohte nun der Streife an, jetzt sie schlagen zu wollen. Der Mann wirkte stark alkoholisiert, gewaltbereit und leistete keinen Anordnungen der Polizei Folge.

Beleidigt, geschlagen und getreten - Trostberger rastet aus

Aus diesem Grund mussten ihm Handschellen angelegt werden und er sollte zur Dienststelle verbracht werden. Während des Transports zur Inspektion versuchte der Mann im Dienstfahrzeug, sich die Handschellen abzustreifen und trat fortwährend mit den Füßen gegen die Sitze des Dienstautos. Ein 29-jähriger Polizeibeamter versuchte, weitere Tritte zu verhindern und der Trostberger spuckte dem Beamten daraufhin mit voller Absicht in das Gesicht. Durch seine folgende massive Gegenwehr, teilweise mit mehreren wilden Fußtritten, verletzte er deshalb auch einen 42-Jährigen, bzw. 23-Jährigen sowie einen 26-jähriger Polizeibeamter leicht. Die eingesetzten Beamten der Rosenheimer Polizei sind weiter dienstfähig.

Der Randalierer wurde anschließend in eine Zelle der Rosenheimer Polizei verbracht und versuchte trotz Einsatz einer sogenannten „Spuckhaube“ weiter, auf die Beamten zu spucken. Ein Atemalkoholtest beim Trostberger ergab rund zwei Promille und nach Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Durch den Einsatz der Body-Cam konnte der wesentliche Tathergang aufgenommen und dokumentiert werden. Die Polizei hat Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Köperverletzung und eines tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Da sich bei der angetroffenen Gruppe im Salingarten, die der Schlägerei nur als Zuschauer beiwohnten, auch weitere Personen befanden, die ein verwaltungsrechtliches Betretungsverbot im Salingarten haben, wurden deshalb entsprechende Bußgeldverfahren an die Stadt Rosenheim eingeleitet.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

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