"Rosenheim häkelt"

Kurios: Guerilla Knitting im Salingarten

Rosenheim - Im Winter ist wohl jeder froh über einen gestrickten Schal oder eine gehäkelte Mütze. Doch was macht man mit den Warmmachern bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein?

Unter dem Motto "Rosenheim häkelt" wollen die Initiatoren die Rosenheimer im April dazu motivieren, den Salingarten etwas bunter zu gestalten. Die Idee klingt zunächst absurd: Man will die Bäume und Laternen mit Strick- und Häkelarbeit verschönern. Besonderen Wert legen die Veranstalter und Gründer des Label "Doghammer" auf Nachhaltigkeit. Sie wollen die Bäume bei ihrer Aktion keinesfalls beschädigen.

"Rosenheim soll bunter werden"

Die ersten Arbeiten der beteiligten Gruppen sollen ab dem 26. März im Salingarten aufgehängt werden. Bis Ende April sollen die Kunstwerke den Park schmücken. Aktuell werden die zwei Rosenheimer Studenten von acht Gruppen unterstützt, die an den Wollschals arbeiten. Dabei werden einzelne, farbige Stücke gestrickt und gehäkelt, am Ende werden die einzelnen Teile vernäht.

Maximilian Hundhammer und Matthias Drexlmaier organisieren die Aktion und versprechen den Teilnehmern eine "lustige Teamarbeit". "Ganz ehrlich, ein bisschen stolz ist man doch dann schon, wenn das eigene Gehäkelte oder Gestrickte in der Stadt aushängt" und "umso mehr Gruppen mitmachen, umso bunter und farbenprächtiger wird unser Stadtgarten", erklären die Beiden. Das Strickmaterial wird von Gisela Schauer zur Verfügung gestellt, die fertigen Arbeiten können bis zum 19. März beim Blickpunkt Rosenheim abgegeben werden.

Guerilla Knitting - Graffiti für Frauen

Seinen Ursprung hat der Trend in Amerika. Bereits 2005 haben dort mehrere Strickerinnen gegonnen, Türklinken und andere Gegenstände zu verschöneren. Besonders in Amerika, England und Spanien erfreut sich der Trend auch heute noch großer Beliebtheit. Im Jahr 2010 erreichte die Idee zum ersten Mal deutschen Boden. Neben der reinen Verschönerung der Umgebung, dienen die sogenannten "Knittings" auch zu symbolischen Zwecken, meist als feministische Aussage zu politischen Themen.           

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