Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach Unterschriftenaktion

Gute Nachrichten für die Erlenau: In die Austraße 46 zieht im Oktober ein „Nahkauf“ ein

Der EDEKA-Markt in der Erlenau in Rosenheim soll schließen. Kunden starten deshalb eine Unterschriftenaktion
+
Bis September 2020 gab es in der Erlenau noch einen „Edeka aktiv markt“. Jetzt ist klar, dass in das derzeit leerstehende Gebäude im Oktober ein „Nahkauf“ einziehen wird.

Fast ein Jahr lang haben die Anwohner in der Erlenau für den Erhalt ihres Lebensmittelgeschäfts gekämpft. Jetzt haben sie es geschafft. In der Austraße 46 entsteht ein neuer Markt. Eine Geschichte über Hartnäckigkeit und einen Stadtteil, der zusammenhält.

Erlenau – Christian Berghofer ist ein Kämpfer. „Es gibt immer einen Weg und einen Funken Hoffnung“, sagt er. Der 53-Jährige wohnt seit 30 Jahren in Rosenheim, ist seit zwölf Jahren der Vorsitzende des Vereins „Eigenheimer Rosenheim-Erlenau“ und hat die Unterschriften-Aktion zum Erhalt des Edeka-Marktes in der Austraße gestartet.

Seit September 2020 hat Markt geschlossen

Wie berichtet, hat der Markt seit September 2020 geschlossen, nachdem sich der selbstständige Kaufmann Marco Maruhn dazu entschlossen hatte, den Markt nicht mehr weiter zu betreiben. Schon damals sei für Berghofer klargewesen, dass er die Situation so nicht hinnehmen will. Auch um die Nahversorgung in der Erlenau weiterhin sicherzustellen. Also hat er einen Plan geschmiedet, zahlreiche Gespräche geführt und eine Petition ins Leben gerufen. Innerhalb kürzester Zeit seien so 1400 Unterschriften zusammengekommen, die sogar an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) übergeben wurden.

Eigentümer des Hauses ist ein Rosenheimer Anwalt

„Nach den ersten 300 Unterschriften hat sich dann auch der Inhaber des Hauses bei mir gemeldet“, erinnert sich Berghofer. Während des Gesprächs habe der Eigentümer – der Rosenheimer Anwalt Andreas Semmelmayr – versichert, dass auch er daran interessiert sei, dass in die Austraße 46 wieder ein Markt einzieht. „Für meine Familie und mich war es von Anfang an das Bestreben, wieder einen Supermarkt in die Räume zu bekommen“, sagt Semmelmayr.

Gespräche mit vielen Marktleitern

Seitdem suchten die beiden Männer gemeinsam nach einer Lösung. Berghofer telefonierte mit zahlreichen Marktleitern, versuchte, ihnen den Standort in der Erlenau schmackhaft zu machen.

„Viele haben mir gesagt, dass der Ort zwar super ist, es aber keine Möglichkeit zum Expandieren gibt“, sagt Berghofer. Fanden sich dann doch Interessierte, sprangen diese nach kurzer Zeit ab.

Ein Daumen hoch per Nachricht

Die Hoffnung verloren weder Semmelmayr noch Christian Berghofer. „Das liegt gar nicht in meiner Natur“, sagt Berghofer. Vor einigen Wochen habe er dann die Nachricht erhalten, auf die er so lange gewartet hat. „Andreas Semmelmayr hat mir einen Daumen hoch geschickt“, sagt der 53-Jährige. Ein Telefonat später steht fest, dass in der Austraße 46 bereits im Oktober ein „Nahkauf“ eröffnen wird.

Plakat verkündet frohe Botschaft

Mittlerweile hängt auch ein Plakat im Schaufenster und verkündet die frohe Botschaft. „Ich bin total begeistert“, sagt Monika Pitterle. Die 73-Jährige wohnt in der Erlenau und hatte sich, nachdem sie von der Schließung des Edeka-Marktes erfahren hatte, an unsere Zeitung gewandt. Die vergangenen Monate ohne einen Supermarkt direkt vor ihrer Haustür seien für sie alles andere als einfach gewesen.

Umso so glücklicher sei sie, dass es mit dem Supermarkt in der Austraße jetzt weitergeht. Dem können sich Christian Berghofer und Andreas Semmelmayr nur anschließen.

Kommentare