Gemütlichkeit und Kaiserwetter

Kaum Regen, statt dessen viel Sonne und milde Temperaturen: Das schöne Wiesnwetter bescherte dem Rosenheimer Herbstfest auch in diesem Jahr wieder rege Besucherströme. Veranstalter, Brauereien und Schausteller waren mit der Wiesn 2008 rundum zufrieden.

Sommerliche Temperaturen und gute Stimmung: Das war die Wiesn 2008.

Nach der verregneten Wiesn 2007 war das Wetterglück heuer dem Herbstfest wieder hold. "Die Wiesn 2008 war sehr schön! Bei diesem wunderbaren Sommerwetter können wir eine rundum sehr zufriedenstellende Bilanz ziehen", freuten sich die Brauerei-Familie Steegmüller und Flötzinger-Festzeltwirt Manfred Kirner gemeinsam. Auch Festwirt Andreas Schmidt und Auerbräu-Chef Ferdinand Steinacher hatten für die Auerbräu-Festhalle ausschließlich Positives zu berichten: "Die Stimmung war bei diesem schönen Wetter natürlich ausgezeichnet, besonders im Biergarten. Die Leute waren heuer wirklich auffallend gut drauf."


"Wir kommen wieder": 50 Wochen noch müssen sich alle Herbstfestfans noch gedulden.

Vor den Fahrgeschäften bildeten sich auch dieses Jahr wieder häufig erwartungsvolle Schlangen von fahrbegeisterten Besuchern. Dass vor allem auch die zahlreichen Neuheiten so guten Anklang fanden, bestätigt die für die Auswahl zuständigen Herbstfest-Ausschuss-Mitglieder in ihrer Arbeit. "Besonders viele jüngere Wiesn-Besucher haben uns bestätigt, dass die Mischung der Fahrgeschäfte in diesem Jahr außerordentlich gut angekommen ist", so Klaus Hertreiter als Assistent des Geschäftsführers im WV. Auch die Schausteller waren mehr als zufrieden: "Unser erstes Herbstfest hat uns wirklich beeindruckt, es war richtig schön hier in Rosenheim. Die Wiesn-Besucher haben unser Schiff gerne und viel besucht und haben jede Gaudi mit uns mitgemacht - sogar bei strömendem Regen waren sie bei uns an Bord", schwärmt Michael Bügler von der "Gaudischaukel".

"Heit is so a scheena Dog": Der Wiesn-Hit brachte die Stimmung auf den Punkt.

An den beiden Familientagen waren bereits am Vormittag viele Familien auf dem Gelände und warteten gespannt, bis die Herbstfestbetriebe die Pforten öffneten. Die familienfreundliche Preispolitik verdeutlichten die Schaustellerbetriebe auch in diesem Jahr durch einheitliche Preisschilder mit dem Aufdruck "Rosenheimer Herbstfest-Preis". Viele Betriebe bieten ihre Waren und Fahrten an keinem anderen Festplatz so günstig an wie in Rosenheim. Diese lange Tradition will der veranstaltende Wirtschaftliche Verband unbedingt aufrechterhalten, wie WV-Geschäftführer Robert Aberger erklärte. Trotz des Wetterglücks, das die Wiesn 2008 insgesamt hatte, regnete es ausgerechnet an zwei Höhepunkten, dem Erntedankfest-Sonntag und dem Feuerwerk. Doch trotz starken Platzregens und viertelstündiger Verspätung erlebten die zahlreichen Zuschauer am vergangenen Donnerstag ein gewohnt fulminantes Hochfeuerwerk. Eine positive Wiesn-Bilanz zog auch die Miss Herbstfest, Marianne Pichler: "Ich finde es wirklich schade, dass schon alles vorbei ist - auch wenn es manchmal ein bisserl anstrengend war, so war es doch eine wirklich schöne Zeit - ich würde es jederzeit wieder machen!" Besonders erfreulich aus Sicht des Veranstalters: Viele Wiesn-Fans nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel. Zahlreiche Herbstfestbesucher haben die Angebote der Bus- und Zugbetriebe angenommen. Aufgegangen ist auch das Konzept, mit besonderen Angeboten der Bierhochburgen und Imbissbetriebe mittags die Menschen auf das Herbstfest zu bringen, berichtete gestern der Wirtschaftliche Verband. Für die Organisatoren vom Wirtschaftlichen Verband bedeutet das Ende des Herbstfestes nur eine kurze Verschnaufpause: "Für uns ist nach der Wiesn gleich wieder vor der Wiesn. Eine Veranstaltung mit dieser Dimension beschäftigt einen das ganze Geschäftsjahr", so WV-Geschäftsführer Robert Aberger. Bis Mitte Oktober haben die Betriebe Zeit, ihre Bewerbungen an den Wirtschaftlichen Verband zu richten. In mehreren Ausschusssitzungen des Verbandes werden dann rund 70 Betriebe aus den jährlich über 700 Bewerbungen ausgewählt.

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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