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Von der Martha bis zum Sepp

Schlusslichter von der Wiesn: Ein letztes Prost auf alle, die nicht mehr dabei sein durften

Das war’s: Flötzinger-Bedienung Patricia Hamm schüttet die letzten Noagal weg.
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Das war’s: Flötzinger-Bedienung Patricia Hamm schüttet die letzten Noagal weg.

Aus is! Die Wiesn 2022 ist Geschichte. In den Wiesn-Schlusslichtern geht es nicht nur um die, die dabei sein durften – Landtagspräsidentin Ilse Aigner zum Beispiel. Nein, auch jene, die nicht mehr dabei waren, hat der Wiesnigel Ignaz nicht vergessen. Martha Steegmüller und Sepp Mangstl zum Beispiel.

2022 – das war auch ihre Wiesn

Der Herbstfest-Neustart 2022: Es war auch die Wiesn von Flötzinger-Seniorchefin Martha Steegmüller. Jahrzehntelang hatte sie zu den prägenden Gesichtern auf dem Herbstfest gehört und ihren Besuchern im Festzelt stets einen warmherzigen Empfang bereitet.

Wenige Tage vor dem Start war Martha Steegmüller nun im Alter von 86 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Sie hat gefehlt – aber irgendwie war sie auch allgegenwärtig.

Ein Bild von 2011: Martha Steegmüller beim historischen Jubiläumsfestzug zum 150-jährigen Bestehen des Herbstfestes mit ihrem Ehemann Franz.

Das Archivbild von 2011 zeigt Martha Steegmüller beim historischen Jubiläumsfestzug zum 150-jährigen Bestehen des Herbstfestes mit ihrem Ehemann Franz.

Jetz gemma hoam – pfiad eich, schee war‘s und bis naxts Jahr

Die Wiesn 2022 ist Geschichte – eine besondere Wiesn nach zwei Jahren Auszeit. Für Simon „Simmerl“ Polz war es auch die letzte „Dienstwiesn“. 32 Jahre war er verantwortlicher Zeltmeister im Flötzinger-Festzelt, seine Premiere hatte der Simmerl 1988. Jetzt geht er in den Ruhestand.

Das war’s: Simon „Simmerl“ Polz geht nach 32 Jahren als Zeltmeister beim Flötzinger in den Ruhestand.

„Schee is gwen, aber jetzt gemma hoam“ – so kann man auch die Aufnahme von Wiesn-Manager Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbandes (WV), deuten.

Der „Wiesn-Macher“ schiebt sein Radl hoam: Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbandes (WV).

In diesem Sinne: Pfiad eich und bis naxts Jahr!

Mia gfrein uns scho narrisch aufn Fasching

Hoffentlich wird er recht narrisch, der Rosenheimer Fasching 2022/23. Das wünscht sich jedenfalls die Rosenheimer Faschingsgilde, hier im Flötzinger-Festzelt mit Miss Herbstfest Anna Birklein, Marisa Steegmüller und Sohn Sebastian, der im Corona-Stillstand besonderes Faschingspech hatte.

A narrische Freid: Die Faschingsgilde im Flötzinger.

Er hätte mit seiner Partnerin sogar auf dem Wiener Opernball tanzen und debütieren dürfen, aber auch das weltberühmte Großereignis war aus Gründen der Pandemiebekämpfung abgesagt worden.

Es war eine Wiesn zum Anfassen

Duad des guad! Hier herzt Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) aus Feldkirchen-Westerham die scheidende Auer-Chefbedienung Anneliese Schomerus, die nach 29 Jahren aufhört.

Da haben sich zwei gern: Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Auer-Chefbedienung Anneliese Schomerus.

Keine Frage: 2022 war eine Wiesn zum Anfassen. Die Menschen kamen sich wieder näher.

Im Gedenken an den Mangstl Sepp

Unvergessen ist der Dreder Musiker Sepp Mangstl, der 2020 als erstes Corona-Todesopfer der Region für traurige Schlagzeilen sorgte.

Unvergessen: Sepp Mangstl von der Dreder Musi.

Seine Bandkollegen bewahrten ihm auf der Wiesn ein ehrendes Andenken mit diesem Bild am Aufgang zum Podium.

Post-Wiesn-Stoff für den Ignaz mit noblem Abgang?

Im Zuge seiner Recherchen stieß der Wiesnigel Ignaz auf einen flüssigen Namensvetter: das „Graf-Ignaz-Pils“ der Brauerei Toerring-Jettenbach.

Edler Stoff: Après-Wiesn-Bier für den Wiesnigel Ignaz.

In der Zeit nach der Wiesn will er diese Bierspezialität der blaublütigen Verwandtschaft verkosten. Bei dem Namen sollte es vielleicht einen besonders noblen Abgang haben.

Süße Verführung

Den jungen Burschen die Augen kräftig zu verdrehen – dazu braucht es auf der Wiesn nicht unbedingt ein fesches Madl, es reicht auch ein Lutscher.

Schmeckt der Lutscher guad: Der kleine Lorenz Hofer aus Rosenheim-Pang.

Aber irgendwann, da ist sich der Wiesnigel Ignaz sicher, wird auch beim kleinen Lorenz Hofer aus Rosenheim-Pang die Zeit kommen, wo er sich mit einem Herzerl aus Zucker nicht mehr zufrieden geben wird.

Regen zum Finale

Zum Ausklang gab es am Sonntag noch ein paar Duscherer. Aber unterm Strich meinte es das Wetter 2022 sehr gut mit dem Rosenheimer Herbstfest.

Sonntäglicher Regenguss: Zum Abschluss wurden noch einmal die Schirme herausgeholt.

Meistens war der Himmel weiß-blau. Die Tage, an denen Besucher einen Schirm mitbrachten, konnte man an einer Hand abzählen.

Letzte Leerung

Das war’s: Flötzinger-Bedienung Patricia Hamm schüttet die letzten Noagal weg.

Schwoamm mas aus, de laara Biakriag! Für Patricia Hamm vom Flötzinger Bräu und alle anderen Herbstfest-Bedienungen gingen am Sonntag 16 anstrengende, aber schöne Wiesntage zu Ende.

Energie und Speisen – am besten regional

Auf Einladung der „Meine Volksbank-Raiffeisenbank“ besuchte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber das Rosenheimer Herbstfest. Davor aber suchte die Ministerin den Austausch mit den Landwirten.

Im Gebäude des Geldinstituts an der Tegernseerstraße sprach sie über den Wolf, Wertschätzung für die Bauern, Probleme der Blockabfertigung und die Notwendigkeit einer „Ernährungssouveränität“: Die Arbeit der bayerischen Bauern sei ein wesentlicher Beitrag für Widerstandsfähigkeit in Krisen. Ergebnisse dieser Arbeit erlebte die Ministerin dann auf der Wiesn: Der Strom ist durch Biogasanlagen der Region garantiert, auf den Tisch kamen regionale Schmankerl.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte) mit Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner (CSU), Sebastian Friesinger (Volksbank-Raiffeisenbank), Landesehrenbäuerin Annemarie Biechl, Landrat Otto Lederer, Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (beide CSU) und Volksbank-Vorsitzender Roland Seidl (von links).

In Rosenheim empfingen die Ministerin unter anderem der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (CSU), Sebastian Friesinger (Volksbank-Raiffeisenbank), Landesehrenbäuerin Annemarie Biechl, Landrat Otto Lederer, Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (beide CSU) und Volksbank-Vorsitzender Roland Seidl.

Ja is denn scho wieder Weihnachten?

Kaum ist die letzte Mass auf dem Herbstfest gezwickt, halten auch traditionell die ersten Weihnachts-Süßigkeiten Einzug in die Geschäfte. Lebkuchenherzerl, Dominosteine und Spekulatius finden sich bereits allüberall in den Regalen: Vorfreude für die ganze Familie – Weihnachten steht vor der Tür. Wiesnigel Ignaz fragt sich, wann nun die Ankunft der ersten Schokoladen-Nikolause erfolgen wird. Er vermutet, dass die Figur des wohltätigen Bischofs von Myra wohl zur Eröffnung des Münchner Oktoberfestes seine Premiere im Handel haben wird: Schließlich ist München Bischofssitz…

Wiesnschmankerl für 2023 schon in Vorbereitung

Topaktuell informiert ist der Wiesnigel Ignaz: Er weiß heute schon, welche neuen Schmankerl auf der 89. Herbstfest-Wiesn 2023 angeboten werden sollen: Neben der üblichen Zuckerwatte werden Salzwatte, Pfefferwatte und Kümmelwatte auf die Schleckermäuler zu haben sein. Das wurde dem Wiesnigel nahezu exklusiv vom Satire-Magazin „Der Postillon“ angekündigt. Demnach hat ein Konditor aus Stuttgart nicht nur mit Jodsalz experimentiert, das er in Fäden bauschig um die Holzstäbe gewickelt hat, sondern er will weitere Geschmacksvarianten auf Volksfesten anbieten: Korianderwatte, Wasabiwatte und Kräuter-der-Provence-Watte. Freuen wir uns also auf eine herzhaft-würzige Wiesn 2023!

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