Neue Montageroboter für die HS Rosenheim

High-Tech-Roboter: Feingefühl für Ingenieure

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Das Labor für Montageautomatisierung an der Hochschule Rosenheim

Rosenheim - Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist an der Hochschule Rosenheim Bestandteil des Studienalltags. Studierende der Fakultät für Ingenieurwissenschaften können sich davon im Umgang mit Industrierobotern selbst überzeugen.

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christian Meierlohr entwickeln die Studierenden der Ingenieurwissenschaften im Labor für Montageautomatisierung Anwendungen der Montageautomatisierung und setzen diese anschließend um. Um den Studierenden dabei eine bestmögliche Ausstattung, Praxis und Ausbildung zu ermöglichen, freut sich die Hochschule über zukünftige Unternehmenskooperationen im Rahmen von Studienarbeiten, Forschungsprojekten oder Technologieseminaren.

Roboter der Firma Kuka

Nach sechsstelligen Investitionen durch die Hochschule, die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) und Unternehmen wie die KUKA AG, einem weltweit führenden Anbieter von Robotik sowie Anlagen- und Systemtechnik, haben die Studierenden nun die Möglichkeit, die Sensorik, Simulation und Sensibilität von Robotern hautnah zu erleben. Dafür setzt die Hochschule Rosenheim von der Software bis zum Roboter Technologien auf aktuellem Stand der industriellen Nutzung ein.

Neben der notwendigen Simulationssoftware kann das Labor für Montageautomatisierung auch verschiedene 6-Achs-Industrieroboter (KR AGILUS, KR 5) sowie den kraftsensitiven Leichtbauroboter (LBR iiwa) sein Eigen nennen. Damit lernen die Studierenden die konkrete Programmierung per Softwaresimulation sowie die anschließende Überprüfung der Konzeption an der realen Maschine.

Extreme Lernintensität in der Praxis

"Die Simulation ist ein guter erster Schritt für die Planung, was mit einem Roboter gemacht werden kann, dennoch stößt man früher oder später an Grenzen. Die reale Welt verhält sich in manchen Details etwas anders als die simulierte. Daher ist es von hohem Wert, dass wir die Planung am Computer direkt auf die echten Roboter übertragen und anwenden können", so Prof. Dr.-Ing. Meierlohr.

Die Arbeit mit einer Programmierungssoftware, sowie die anschließende Überprüfung am Roboter ermöglichen den Studierenden eine enorme Lernintensität in der Praxis. "Die Studierenden durchlaufen während dieser Phasen die typischen Ingenieursaufgaben – von der Planung bis zu realen Umsetzung. Damit sind sie bestens für die Arbeitswelt vorbereitet", so Prof. Dr.-Ing. Meierlohr weiter.

Ein besonderes Highlight ist der Leichtbauroboter LBR iiwa, der durch integrierte Sensoren ein feinfühliges, kraftgesteuertes Bewegen erlaubt. So eröffnen sich innovative Anwendungen in der Montageautomatisierung, die in mehreren Studienarbeiten untersucht werden und fester Bestandteil in der Lehre sind. Auch die Umsetzung von Szenarien der direkten Mensch-Roboter-Kooperation ist damit möglich – das notwendige Wissen bei Ingenieuren und Feingefühl beim Roboter vorausgesetzt.

Hochschule Rosenheim

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