Hochschule trauert um Dozenten

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† Professor Bernhard Schwarz

Rosenheim - Die Hochschule trauert um den langjährigen und verdienten Dozenten Professor Dr. Bernhard Schwarz, der jetzt im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Zwischen 1980 und 2001 wirkte der gebürtige Ostpreuße nicht nur als Dozent, sondern auch als Initiator zahlreicher Forschungsprojekte, als Berater und Sachverständiger und als Organisator beliebter Fachexkursionen ins Ausland an der Rosenheimer Hochschule - insgesamt über 42 Semester. Nach seiner Schreinerausbildung qualifizierte sich Bernhard Schwarz zum Diplom-Ingenieur und promovierte im Jahr 1971 an der Universität Stuttgart.

Sein beruflicher und akademischer Schwerpunkt lag bei der Bauphysik, die durch seine wissenschaftliche Mitarbeit am Fraunhofer Institut in Holzkirchen geprägt wurde: Hier widmete er sich den bauphysikalischen Untersuchungen im Bereich Wärme und Feuchtigkeit im Bauwesen. Für einige Jahre übernahm er die Funktion des stellvertretenden Institutsleiters, wechselte dann aber für fünf Jahre als Produktmanager zur BayWa AG. Anschließend widmete sich Bernhard Schwarz wieder der Forschungsarbeit am Fraunhofer-Institut in Holzkirchen. Schon im Jahr 1972 übernahm er in enger Zusammenarbeit Professor Erich Seifert erste Lehraufträge an der Fachhochschule Rosenheim. Im Jahr 1980 folgte Bernhard Schwarz der Berufung an die Rosenheimer Hochschule in der Fakultät Holztechnik.

Mit den Schwerpunktfächern Bauphysik, Holzbaukonstruktion und CAD qualifizierte Bernhard Schwarz eine Vielzahl an Nachwuchs-Ingenieuren für die Praxis. Bei der Einführung des weiterbildenden Masterstudienganges „Holzbau für Architekten“ im Jahr1996 war er federführend beteiligt und prägte den mittlerweile etablierten Studiengang durch Sachverstand und Kompetenz. Berühmt geworden ist Bernhard Schwarz auch über Fachkreise hinaus dank seiner Initiierung der so genannten „Rosenheimer Häuser“, welche eine radikale Veränderung der wissenschaftlichen Sichtweise auf Bauphysik, Energieeffizienz und Gebäudetechnik einleiteten. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2001 widmete er sich weiterhin seinen Forschungen, fachlichen Reisen – aber auch dem Bergsteigen und den Auslandsreisen. Wer ihn kannte, wir ihn humorvoll und positiv denkend in Erinnerung behalten.Pressemeldung Hochschule Rosenheim

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