Verkürzung der Fahrzeit ist das Ziel

Kreisausschuss Rosenheim billigt "Verkehrskonzept Stephanskirchen"

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Großes Verkehrsaufkommen in der Innstraße - ein Maßnahmenpaket soll helfen

Rosenheim - Der Kreisausschuss Rosenheim hat das Verkehrskonzept für Stephanskirchen gebilligt. Der Busverkehr soll beschleunigt werden.

Update, 16.48 Uhr: Kreisausschuss billigt Verkehrskonzept

Pressemeldung im Wortlaut:

Die morgendlichen Stauungen im Berufsverkehr zwischen Stephanskirchen und der Rosenheimer Innenstadt, sind auch für die Busse im Öffentlichen Personennahverkehr ein Problem. Der Landkreis Rosenheim wird sich an einem Maßnahmenkonzept beteiligen, das eine Beschleunigung des Busverkehrs auf dieser Strecke zum Ziel hat.

Maßnahmen sollen im Probebetrieb getestet werden

Zunächst sollen die von einem Ingenieurbüro vorgeschlagenen Maßnahmen in einem mindestens 15 Monate dauernden Probebetrieb getestet werden. Rechtliche Voraussetzung dafür ist eine Vereinbarung zwischen dem Staatlichen Bauamt Rosenheim, der Gemeinde Stephanskirchen sowie von Stadt und Landkreis Rosenheim. Der Kreisausschuss des Landkreises Rosenheim ermächtigte den stellvertretenden Landrat Josef Huber in seiner heutigen Sitzung (5. Februar), diese Vereinbarung zu unterzeichnen.

Kernstück der gesamten Maßnahme ist die neue Ampelanlage an der Kreuzung Salzburger Straße/Wasserburger Straße in Schloßberg. Durch die Bündelung des einmündenden Verkehrs von der Wasserburger Straße wird der Verkehrsfluss auf der Salzburger Straße erheblich gesteigert. Die Busspur in der Innstraße in Rosenheim wird zurückgebaut. Zudem werden bestehende Ampelanlagen neu koordiniert bzw. nachgerüstet. Die Planer erhoffen sich in der „rush-hour“ eine Verkürzung der Fahrzeit von zehn bis 15 Minuten, auch wenn dies nicht für alle Buslinien möglich sein wird.

Monitoring ist geplant

Um die Auswirkungen der Maßnahmen feststellen zu können ist ein Monitoring vorgesehen. Der Landkreis beteiligt sich daran mit 20.000 Euro. Für die Nachrüstung der Ampel Salzburger Straße/Kuglmoosstraße sind weitere 5.000 Euro notwendig. Der Kreisausschuss stellte darüber hinaus 105.000 Euro zur Verfügung. Sie werden fällig, wenn der Probebetrieb als Erfolg gewertet und deshalb in einen Dauerbetrieb überführt wird.

Um die Verkehrssituation in Schloßberg zu verbessern, hatte die Gemeinde Stephanskirchen ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ingenieurbüro Obermeyer stellte darin fest, dann nur ein ganzheitliches Maßnahmenkonzept eine effektive Verbesserung bringen kann. Damit deckt sich das Gutachten mit dem im November vergangenen Jahres beschlossenen Nahverkehrsplan. Auch darin wird eindringlich auf die Bedeutung von Infrastruktur-Maßnahmen hingewiesen, bevor ein Fahrtenangebot ausgebaut werden soll.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Erstmeldung, 5. Februar, 11.51 Uhr:

Am 5. Februar beschäftigt sich auch der Kreisausschuss mit dem Thema "Verkehr zwischen Rosenheim und Stephanskirchen." Dort soll unter anderem der Busverkehr beschleunigt werden. 

Im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss der Stadt wurde bereits einem Maßnahmenpaket zugestimmt, das die Gemeinde Stephanskirchen auf den Weg gebracht hatte. Jetzt muss auch noch der Landkreis sein ok geben. Zwischen Rosenheim und Stephanskirchen sind täglich mehr als 25.000 Fahrzeuge unterwegs.

Stadt gibt grünes Licht

Bereits in der Junisitzung 2019 des Rosenheimer Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV stellte Verkehrsexperte Helmuth Ammerl vom Büro Obermeyer Planen und Beraten Maßnahmen vor, wie die Verkehrsabwicklung zwischen Rosenheim und Stephanskirchen besser werden könnte. Es wurden verschiedene Varianten untersucht. Die Vorzugsvariante soll nun in einem Probebetrieb evaluiert werden.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Rosenheim gab in der Sitzung am 28. Januar 2020 bereits mit 9:2 Stimmen grünes Licht für die Maßnahme, für die rund 95.000 Euro veranschlagt wurden. 

Die Stadt Rosenheim, die Gemeinde Stephanskirchen und das Staatliche Bauamt Rosenheim schlossen eine Planungsvereinbarung über einen Probebetrieb ab. Beabsichtigt ist ein einjähriger Probebetrieb mit Vorher-Nachher-Untersuchungen, um die Wirkung der Maßnahmen zu evaluieren. Jeder Beteiligte trägt die Kosten für die Maßnahmen in seinem Zuständigkeitsbereich. 

jb

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