Talentklasse: Lernwillig und hilfsbereit

+
Eine Maske zeichnete Phoebe Struve der Klasse 7d mit dem Bleistift. Foto

Rosenheim – Die Talentförderung stand im Mittelpunkt der Städtischen Realschule für Mädchen. Einzigartig in Deutschland ist das Projekt „Talentklasse“, das hier seit 2007 läuft.

Die Talentförderung stand im Mittelpunkt der Städtischen Realschule für Mädchen. Einzigartig in Deutschland ist das Projekt "Talentklasse", das hier seit 2007 läuft. Am Freitag werden die ersten "Talente" ihre mittlere Reife erlangen. "Und sie haben dieses Schuljahr mit überzeugenden Ergebnissen abgeschlossen", verrät Schulleiterin Vera Nowack.

Besonders leistungsbegabte Schülerinnen und Schüler wurden in drei Klassen speziell gefördert. Bei dem Modellversuch überspringen überdurchschnittlich gute Schüler die siebte Jahrgangsstufe und erreichen dank eines umfangreicheren Stundenplans nach drei statt vier Jahren die mittlere Reife.

758 Schüler besuchten die Schule insgesamt, 146 von ihnen machen in diesem Jahr ihren Abschluss. Im Rahmen einer Umfrage gab knapp die Hälfte davon an, die Fachoberschule besuchen zu wollen. Elf Absolventen streben den Beruf der Bürokauffrau an, zehn wollen Erzieherin werden.

Die klaren Vorstellungen der Schülerinnen dürfte nicht zuletzt mit dem umfangreichen Angebot der Realschule zusammenhängen. Bei einem Berufsorientierungsabend präsentierte die Schule eine große Vielfalt an Firmen, weiterführenden Schulen und Behörden. In persönlichen Gesprächen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, erste Kontakte mit der Berufswelt zu knüpfen und Einblicke zu erhalten. Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den Berufsorientierungsabend, 32 Institutionen nahmen im Jubiläumsjahr teil.

Engagement zeigte die städtische Realschule nicht nur für eigene Belange. Gelebte Solidarität zeigten die Schüler mit einer Spendenaktion für die Unesco. Ein Beitrag in Höhe von insgesamt 9000 Euro konnte an die Hilfsaktion Noma, das Lerato-Haus und das Heilpädagögische Zentrum überreicht werden. Die Schüler zeigten sich kreativ: Das Geld stammt aus Kuchenverkäufen, der Verköstigung am Schulfest und einer Tombola. Den größten Spendenteil brachte aber ein Sponsorenlauf am Schuljahresende ein.

Und weitere Abwechslung hielt das Schulleben für die Klassen bereit. Ende April machten sich 39 Schüler und drei Lehrer auf den Weg nach Paris. Abschlussschülerinnen fuhren zudem zum internationalen Treffen nach Taizé in Frankreich. Im Rahmen des Schüleraustausches, der seit fünf Jahren mit der italienischen Stadt Lazise besteht, machten sich zudem Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe auf den Weg Richtung Gardasee.

"Die Stärke der städtischen Realschule für Mädchen ist es, Neues entschlossen anzupacken und Entwicklungen aktiv mitzugestalten", erklärte Rektorin Nowack. Nur so konnten die vielen Projekte im abgelaufenen Schuljahr erfolgreich umgesetzt werden.

rfe/Oberbayerisches Volksblatt

Zurück zur Übersicht: Rosenheim Stadt

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT