Junge Union fordert mehr Mitgliederentscheide

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v.l. Florian Gerthner (JU Neubeuern) Christian Hümmer (JU-Bezirksvorsitzender), Alexander Dobrinth (CSU-Generalsekretär, MdB) und Florian Ludwig (Stadtrat Rosenheim)

Rosenheim - CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt diskutierte die angestrebte Parteireform mit Mitgliedern der Jungen Union aus der Region auf der Klausurtagung der JU Oberbayern.

Dobrindt zufolge ist es das Ziel die CSU wieder zur Mitmachpartei zu machen. Dabei gelte es nicht nur die Entscheidungswege zu überdenken, sondern auch die Anteile an engagierten Frauen und jungen Leuten deutlich zu erhöhen. „Wenn 12 Prozent der männlichen Erstwähler bei der Bundestagswahl für die Piratenpartei stimmen, dann müssen wir uns dieser Entwicklung stellen“, sagte Dobrindt. Oberbayerns JU-Vorsitzender Christian Hümmer aus Traunstein fuhr fort, dass sich die Junge Union nicht mit der Einführung virtueller Ortsverbände für die Jüngeren zufrieden geben werde. Vielmehr werde in der JU schon länger über eine Veränderung der Nominierung der Kandidaten für Landtag und Bundestag nachgedacht. Für Hümmer solle "die Gesamtpartei vor Ort per Abstimmung entscheiden und nicht eine kleine Gruppe Delegierter.“

Rosenheims JU-Stadtrat Florian Ludwig bezweifelte die Ernsthaftigkeit des Versprechens einer stärkeren Beteiligung des Nachwuchses an den Entscheidungen in den höheren Parteigremien. Er fragte „wie soll ein Nicht-Berufspolitiker ein Amt etwa im CSU-Landesvorstand ausüben, wenn dieser ausschließlich Montagvormittags tagt?“ Dobrindt äußerte Verständnis für die terminlichen Schwierigkeiten. Er erteilte einer völligen Abkehr vom Delegiertensystem, eine deutliche Absage, da man damit einer Manipulation durch gezieltes „Herbeikarren“ von Anhängern Tür und Tor öffne.

Pressemitteilung Junge Union

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