Junge Union begrüßt Einführung der Pkw-Maut

Letzten Sommer demonstrierte die Junge Union im Landkreis Rosenheim für die Pkw-Maut.
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Letzten Sommer demonstrierte die Junge Union im Landkreis Rosenheim für die Pkw-Maut.

Rosenheim - Die Junge Union demonstrierte bereits im letzten Jahr für eine Pkw-Maut. Nun werden die Maut-Pläne konkreter, doch die JU stellt weitere Forderungen.

Die Junge Union im Landkreis Rosenheim begrüßt die bevorstehende Einführung der Infrastrukturabgabe. Kreisvorsitzender Florian Gerthner und Geschäftsführerin Annette Resch erklärten, dass die JU bereits im vergangenen Sommer bei einer Demonstration auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz unter dem Motto „Vignette JETZT!“ für die Pkw-Maut geworben habe. Kritisch sehen die heimischen Jungpolitiker jedoch den von der CDU durchgesetzten Kompromiss, dass Ausländer nur auf Autobahnen mautpflichtig sind. „Insbesondere im Inntal befürchten wir dadurch einen erhöhten Ausweichverkehr der Tiroler Tagesausflügler auf den Landstraßen, die unsere Ortsdurchfahrten überlasten werden“, so JU Kreisrat Florian Gerthner aus Neubeuern. Er fordert deswegen, einen Teil der Mauteinnahmen diesen Kommunen zum Bau von Umgehungsstraßen zur Verfügung zu stellen.

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Die Priener Gemeinderätin Annette Resch unterstützt dies, indem sie den ursprünglichen Entwurf von Minister Dobrindt lobt: „Alexander Dobrindt hat ein sehr gutes Mautkonzept erarbeitet. Leider mussten wir zur Durchsetzung eine Reihe an Kompromissen eingehen. Insbesondere aus NRW und Baden Württemberg kam die Forderung, den kleinen Grenzverkehr von der Maut auszunehmen. Nun hoffen wir, dass dieses Detail sich nicht ins Gegenteil umkehrt.“

Insgesamt sieht die Junge Union eine moderne Infrastruktur als enorm wichtigen Standortvorteil für die Region Rosenheim an. In den letzten Jahren sei jedoch ein großer Investitionsstau festzustellen. „Wenn wir die heimischen Verkehrsprojekte vorantreiben wollen und gleichzeitig auf eine hohe Qualität bei Lärmschutz sowie Umweltverträglichkeit nicht verzichten wollen, benötigen wir dringend neue Finanzierungsquellen.“

Gerechtigkeit gegenüber den Nachbarländern gefordert

Insbesondere der Bürgerdialog beim Ausbau der A8 und die Diskussion um den Lärmschutz im Bereich Frasdorf haben gezeigt, dass wir derzeit zu wenig Geld für einen modernen Ausbau unserer Fernstraßen zur Verfügung haben. Deswegen sei es unabdingbar, auch ausländische Nutzer über eine Autobahnvignette an den Kosten für Erhalt und Modernisierung unserer Infrastruktur zu beteiligen, forderte JU-Landkreischef Florian Gerthner. Dies sorge auch für Gerechtigkeit gegenüber den Nachbarländern, welche die deutschen Autofahrer zur Kasse bitten, während ihre Bürgerinnen und Bürger das deutsche Straßennetz bisher kostenlos nutzen, so Gerthner.

Pressemeldung der CSU

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