Nachwuchsschauspieler im Interview

Nachwuchstalent aus der Region bei "Fack Ju Göhte 2"

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Bis zu fünfmal die Woche ist der 24-Jährige im schauspielerischen Einsatz.

Rosenheim/Kärnten - Traumberuf: Schauspieler! Den Wunsch irgendwann einmal vor der Kamera zu stehen, hegte auch Christof Wallner. Wir wollten mehr erfahren und führten mit ihm ein Interview.

Der Traumberuf schlechthin: Schauspieler. Den Wunsch irgendwann einmal auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen, beschäftigt wohl weltweit unglaublich viele Menschen egal welchen Alters . Unser sympathischer Interviewpartner Christof hat vor kurzer Zeit den ersten Schritt in die richtige Richtung gewagt.

Rosenheim24 wollte mehr von dem 24-Jährigen, seinen bisherigen Erfahrungen und Zielen wissen und führte mit dem Wahl-Rosenheimer, der aus Österreich stammt, ein Interview.

Christof, wie kamst du zur Schauspielerei?

Vor ungefähr zwei Monaten habe ich eigentlich bloß aus Spaß eine Agentur im Internet rausgesucht, bei der ich mich dann angemeldet habe. Kurze Zeit später hatte ich schon das erste Angebot. Und nur zwei Tage nach der Anmeldung hatte ich dann schon meinen ersten Drehtag.

Wow, das ging flott! Was war denn deine erste Rolle?

Das war zunächst ein Komparsenauftritt bei der Serie „Sturm der Liebe“. Das war toll, um mal in das Schauspiel-Business reinzuschnuppern.

Warst du denn damals sehr aufgeregt? 

Bei meinem allerersten Auftritt vor der Kamera natürlich schon, aber sonst bin ich als Komparse nicht mehr aufgeregt. Es hat bei mir auch trotz meines österreichischen Dialektes von Anfang an gut geklappt.

Was machst du denn beruflich, dass du dir nebenbei noch so viel Zeit für die Schauspielerei nehmen kannst? 

Ich arbeite im Café Central in Wörgl. Ich habe auch damals in der Gastronomie meine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht. Mein Chef ist echt super und unterstützt mich sehr. Dadurch, dass ich mir die Zeit recht frei einteilen kann, kann ich drei bis fünf Tage pro Woche drehen - je nach der Menge der Aufträge - und am Wochenende bin ich dann im Café tätig.

Verrätst du uns, wo du schon so mitgespielt hast? 

Ganz aktuell im Film "Weihnachtsmänner" mit Heiner Lauterbach und "Fack Ju Göthe 2". Davor war ich schon bei den "Rosenheim Cops", "Der Alte", "Im Namen der Gerechtigkeit", "Aktenzeichen XY" und bestimmt mittlerweile schon gute zehn Mal bei "Sturm der Liebe" zu sehen. Außerdem mache ich momentan bei einem Promoting für Jurassic Park (viel darf ich momentan noch nicht verraten) mit, da es da ja bald einen neuen Film geben wird. Auch bei "Hilf mir!" war ich schon zu sehen. Bei meinen Auftritten als Komparse ist dabei nicht nur rumstehen, sondern häufig auch sportlicher Einsatz gefragt.

Hattest du denn auch schon Sprechrollen?

Ja, circa zwölf bis 15 Stück. Davon bestimmt fünf Stück bei "Sturm der Liebe", zwei mal bei "Im Namen der Gerechtigkeit" und auch schon ein paar mal bei "Aktenzeichen XY".

Welches Projekt hat dir am meisten Freude bereitet? 

Hm, da muss ich überlegen. Ich würde sagen "Im Namen der Gerechtigkeit" und mein Mitwirken bei "Jurassic Park". Das war jedes Mal ein super Team. Gleichberechtigung war allen am Set sehr wichtig, so dass man auch als Komparse sehr ernst genommen wurde. Die Zusammenarbeit war echt super und es hat einfach jedes mal Spaß gemacht.

Christof, was wäre denn deine Traumrolle? 

Puh, generell eine Hauptrolle zu bekommen, wäre der Traum! Alles andere ist schwer zu sagen. Ob ich zum Beispiel gern der Gute oder der Bösewicht wäre. Ich denke, dass Alles Spaß machen kann. Bei Hilf Mir habe ich in kleineren Rollen schon beide Seiten verkörpert. Es kommt immer ganz auf das Drehbuch an und ob man sich mit der Rolle identifizieren kann.

Bekommst du denn viele Aufträge? 

Ja, inzwischen werden mir pro Tag sogar zwischen zehn bis 15 Rollen angeboten. Anscheinend bin ich ein gefragter Typ! (lacht)

Würdest du sagen, dass du ein schauspielerisches Vorbild hast? 

Ich würde sagen bei den deutschen Schauspielern wäre es Til Schweiger. Und in Amerika vielleicht - ich weiß nicht recht - Adam Sandler. Es ist beeindruckend, wie lustig er für die Kamera sein kann. Generell ist die Arbeit der beiden inspirierend und seit ich ein wenig in der Branche bin schaue ich Filme auch ganz anders.

Wie sieht es denn mit Projekten in der Zukunft aus?

Also ich gehe viel zu Castings - das ist jedes Mal sehr spannend. Viel verraten darf ich aber leider noch nicht.

Eine letzte Frage, findest du man hat auch ohne schauspielerische Ausbildung gute Chancen eine Rolle zu bekommen? 

Ich finde schon. Also ich bin ja begeistert über all die neuen Erfahrungen die ich innerhalb dieser zwei Monate schon sammeln konnte. Ich meine, ich komme aus einem kleinen Dorf und stehe jetzt immer wieder mal in München vor der Kamera. Es macht einfach viel Spaß! Ich gebe mir auch viel Mühe und arbeite zum Beispiel jeden Tag an meinem Dialekt. Man muss sich halt einfach trauen anzufangen.

Wir danken Christof für dieses aufschlussreiche Interview und wünschen ihm weiterhin viel Glück und Erfolg für die Zukunft.

af

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