Kein Platz mehr für die eigene Liege

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Guido Wagner muss seine Liege nach jedem Badebesuch wieder mit nach Hause nehmen. Das ärgert ihn.

Rosenheim – Früher gab es im Freibad einen Abstellraum für private Liegen und Sonnenschirme. Während der Badesaison durften sie dort kostenlos gelagert werden.

Nun ist das Freibad saniert und ein entsprechender Raum nicht mehr vorhanden, sehr zum Ärger von Guido Wagner aus Großkarolinenfeld. „Jetzt muss man bei jedem Besuch Liege und Schirm von zu Hause mitbringen. Wer kein Auto hat, tut sich da schwer“, sagt er. Da helfe auch das neue Angebot der kostenlos zur Verfügung gestellten Liegen und Schirme auf dem Badedeck nur wenig: „Das sind nicht einmal 20 Liegeplätze und die sind wenige Minuten nach Öffnung des Bades schnell besetzt. Weniger mobile Menschen haben da das Nachsehen.“ Er wünscht sich, dass es zumindest die Möglichkeit gäbe, Liegen und Schirme gegen Gebühr auszuleihen. Mitgebrachte Liegen einzustellen, findet Franz Gerthner, bei den Stadtwerken zuständig für die Bäder, nicht mehr zeitgemäß, zudem sei dafür nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen auch kein Platz mehr. Es bleibe zunächst einmal bei der Anzahl der bereitgestellten Liegen, und die würden weiterhin kostenlos zur Ver- fügung gestellt. Möglicherweise werde die Zahl aber erhöht: „Wir wollen die Situation eine Weile anschauen und dann entscheiden.“ Die Gefahr von Dauerbelegungen sei sicher gegeben, das kenne man ja von Hotelanlagen in Ferienregionen. Gerthner kann sich vorstellen, dass Schilder helfen, auf denen steht: „Bitte keine Dauerbelegung.“ Er meint aber auch: „Am heißesten Tag des Jahres werden die Liegen wohl nie ausreichen, egal, wie viele wir anschaffen“.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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