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Lüften statt Filtern

Keine Luftfilter für Rosenheimer Grundschulen: Stadt setzt weiter auf Stoßlüften

Die Stadt Rosenheim plant nicht, in absehbarer Zeit Luftfilter für alle Schulen anzuschaffen. Nun klagen Eltern der Grundschule Erlenau über diesen Zustand. Aber die Stadt findet: Lüften ist besser als Filtern – auch während der kalten Jahreszeit.

Rosenheim – Luftfilter in Rosenheimer Grundschulen gibt es keine und sind auch künftig nicht vorgesehen. Darauf lässt unter anderem das Beispiel der Grundschule Erlenau schließen. Dort klagen einige Eltern darüber, dass die Stadt Rosenheim offenbar davon absieht, solche Geräte anzuschaffen.

Die Gründe hierfür: In den städtischen Grundschulen bestünden ausreichend Möglichkeiten, die Klassenräume zu lüften, wie die Stadtverwaltung findet. Das stößt bei den Eltern nicht unbedingt auf ungeteilte Zustimmung. Im Gegenteil.

Schulleitung verweist auf die Stadt

Das zumindest berichtet Bettina Kapellakis, die sich in dieser Sache an die OVB-Heimatzeitungen gewandt hat. Während eines virtuellen Elternabends vergangene Woche habe sie gefragt, wann endlich Luftfilter in den Klassenräumen installiert würden.

Lüften reiche aus, habe die Schulleiterin, Alexandra Bogris im Namen der Stadt entgegnet, warum nicht damit zu rechnen sei, dass die Luft in den Klassenräumen künftig durch Filter gereinigt werde.

An Stadtratsfraktionen gewandt

Kapellakis verweist darauf, sie sei nur eine unter vielen Eltern, bei denen diese Antwort Entsetzen auslöse. Bei ihr, aber auch anderen Eltern sei der Eindruck entstanden, die Stadt behandle eine mögliche Kontamination der Luft mit Coronaviren allzu lapidar. Inzwischen habe sich Kapellakis in dieser Sache an die Stadtratsfraktionen der Grünen wie auch der Sozialdemokraten gewandt.

Zumindest die SPD habe zugesichert, dieses Thema möglicherweise im zuständigen Ausschuss auf die Agenda zu hieven.

Schulleiterin hält sich bedeckt

Auf Anfrage hält sich Schulleiterin Bogris in dieser Sache bedeckt und verweist auf die Stadt als Schulträgerin. Die wiederum bestätigt die Aussagen der Rektorin: „Lüften ist das Mittel der Wahl. Nur für Schulräume, in denen das nicht möglich ist, wurden Luftreinigungsgeräte beschafft“, antwortet die Stadt auf Anfrage.

In allen anderen Klassen- und Fachräumen seien Kohlendioxid-Ampeln installiert worden, die auch Rückschlüsse auf die Aerosolbelastung zuließen. „Melden die Ampeln eine zu hohe CO2-Last, wird gelüftet.“

Auch im Winter könne problemlos stoßgelüftet werden, wenn besagtes Messgerät anschlage. „Stoßlüftungen sind gesundheitlich sogar besonders empfehlenswert“, gibt sich die Stadt Rosenheim überzeugt, dass sie den richtigen Weg gewählt hat, wenn sie auf die Installation von Luftreinigern verzichtet.

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer

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