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"Klick-Klack" und "Murmel-Kicker"

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Beim "Klick-Klack": Susanne Hartmann und Tochter Noemi mit dem "Murmologen" Rolf Meurer.

Rosenheim – „Gewonnen!“ Der sechsjährige Linus hat seinen Vater mit 3:2 besiegt. Nicht etwa auf dem Fußballplatz, sondern beim Murmel-Kicker in der Städtischen Galerie.

"Gewonnen!" Der sechsjährige Linus hat seinen Vater beim Fußball mit 3:2 besiegt. Nicht etwa auf dem Sportplatz, sondern beim Murmel-Kicker in der städtischen Galerie. "Murmologie" hieß dort das Zauberwort beim unterhaltsamen Workshop zur Ausstellung "Max, Moritz & Co - Kunst fürs Bilderbuch". Der "Murmologe" Rolf Meurer führte Kinder und Erwachsene in die Murmelspiele ein und erzählte einiges über die Jahrtausende alte Geschichte der Murmeln - hier auch Schusser genannt.

"Murmologe" Rolf Meurer

Der "Murmologe" Rolf Meurer führte Kinder und Erwachsene in die Murmelspiele ein und erzählte einiges über die Jahrtausende alte Geschichte der Murmeln - hier auch Schusser genannt.

Das Spiel "Murmel-Kicker" ist gar nicht so einfach: Zwei Spieler versuchen, ihre hölzernen Spielfiguren mit Hilfe von Magneten über das Fußballfeld zu bewegen und die Murmel ins gegnerische Tor zu schießen. Vater Matthias Sobol ist nicht nur vom Spiel begeistert, sondern auch von der Ausstellung in der Galerie. "Für mich ist das heute eine Premiere in der Galerie", gesteht er. "Aber die Idee für diesen Nachmittag fand ich toll, und die Ausstellung werde ich mir noch mal genauer anschauen." Viel Zeit zum Reden blieb nicht - Sohn Linus ist im Kickerfieber. "Daheim habe ich ganz viele Murmeln, die bekomme ich immer von meinen Cousins geschenkt", erzählt er.

Nebenan versuchen sich Susanne Hartmann mit Tochter Noemi an "Klick-Klack", heißt das Spiel. "Es ist ganz einfach", erklärt Murmologe Meurer. "Jeder Spieler bekommt fünf Murmeln. Die sind aus Ton und magnetisiert. Jeder muss seine Murmeln nacheinander auf den Filztisch rollen und versuchen, die Murmeln seines Gegners anzuziehen und sie alle zu gewinnen." Besonders dieses Spiel werde hier immer beliebter, weiß Rolf Meurer: "An vielen Schulen spielen wir Turniere, und die Kinder sind begeistert." Das Murmelspiel ist uralt - schon die Ägypter und alten Römer mochten es. "Eine Kugel und eine schiefe Ebene, davon waren die Menschen schon immer fasziniert", so Meurer. Die gläsernen Murmeln wurden 1870 in Thüringen von Hand produziert und fanden weltweit gleich Abnehmer.

Noemi Hartmann präsentiert stolz ihre Murmeln aus Ton, die sie beim Workshop bemalt hat. "Daheim habe ich einige Säcke voller Murmeln", erzählt die Achtjährige, "und gleich mehrere Murmelbahnen aus Holz." Ihre Mutter Susanne verbindet mit den Murmeln Kindheitserinnerungen: "Wir haben im Sandkasten Bahnen gebaut, aber auch Spielfelder mit Löchern."

Drei Stunden lang rollen und kugeln die Murmeln durch die Galerie, und Rolf Meurer ist genauso begeistert wie die Teilnehmer: "Es ist schön, dass eines der ältesten Spiele der Welt noch heute seine Liebhaber findet."

Oberbayerisches Volksblatt

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