"Konsequente Regelung hat nur Vorteile"

Rosenheim - Der Coutndown läuft: Am Sonntag ist Volksbegehren für einen "echten" Nichtraucherschutz. Im Endspurt kämpft das Rosenheimer Nichtraucher-Bündnis noch um Stimmen.

Das "Rosenheimer Bündnis für echten Nichtraucherschutz" besteht aus Vertretern der politischen Parteien ÖDP, Bündnis90/Die Grünen, SPD und WIR. Nach den Worten von Dr. Georg Werner wird das Volksbegehren am Sonntag aber auch von vielen CSU- und FDP-Politikern sowie der Familienpartei unterstützt. Außerdem gehören der Interessenvertretung noch viele andere weitere Organisationen und Vereine aus Stadt und Landkreis an.

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Volksbegehren für "echten" Nichtraucherschutz

Sie allen sprechen sich für die Einführung eines "echten" Nichtraucherschutzes aus. Also, dass das Rauchen in öffentlichen Räumen und Lokalen generell verboten wird. "Eine konsequente Regelung hat nur Vorteile", meinte dazu Christine Mehlo-Plath, Pressekoordinatorin des Rosenheimer Bündnisses. "Viele wissen doch gar nicht mehr, wo eigentlich das Rauchen erlaubt ist und wo nicht", meinte sie. Eine einheitliche Lösung sei nötig, um für Klarheit zu sorgen. Dies würden sich mittlerweile auch immer mehr Gastwirte wünschen. Außerdem seien sich auch die Wirte durchaus der schädlichen Wirkung des Qualms bewusst. "In den Raucher-Wirtshäusern herrscht eine Schadstoffkonzentration, die in der Industrie verboten ist", erklärten die beiden Bündnis-Koordinatoren dazu.

Die Behauptung, Rauchverbote würden zu einem Kneipensterben führen, sei nicht haltbar. Ein großer Teil der Gastronomie habe dazu im ersten Halbjahr 2008 erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder reale Umsatzzuwächse verbucht.

Wichtig sei, dass auch die Raucher begreifen würden, dass es sich bei diesen Forderungen keineswegs um ein generelles Rauchverbot handle: "An den meisten Orten darf doch dann immer noch geraucht werden. Diese Behauptung ist purer Unsinn."

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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