Über den Wolken...

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Rosenheim - Im KuKo dreht sich zur Zeit alles um die Visualisierung von Informationstechnologien. Beim "Cloud Computing" stellt ein Server Programme bereit, die der Nutzer mit seinem Desktop dann von überall nutzen kann.

Ohne Informationstechnologie geht nichts mehr. Kann ein zentraler Server alle gewünschten Dienstleistungen und Anwenderprogramme bereitstellen, so dass der Nutzer nur noch via Desktop arbeiten kann und das vollkommen unabhängig vom Einsatzort. Dieser Frage widmete sich das Rosenheimer IT-Mittelstandsforum ´Virtualisierung und Cloud Computing`, das von der „Rosenheimer Initiative zur Förderung der Informations- und Kommunikationstechnik“ (ROSIK e.V.) in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern, dem „Bayerischen Unternehmensverband Metall- und Elektro“ (BayME e.V.) sowie dem EU- geförderten INTERREG IV A Projekt „netIT“ im KuKo veranstaltet wurde.

Virtualisierung gilt schon länger als ein Schlüsseltrend in der geschäftlichen Informationstechnologie. Für Experten der Deutschen Telekom ist klar: Der Einsatz von virtualisierten Speichersystemen, die Server-Virtualisierung und andere Formen der Virtualisierungen bieten viele Vorteile. Zu den wichtigsten zählen die höhere Auslastung der Hardware-Systeme, die sehr schnelle, flexible Bereitstellung von IT-Ressourcen und ein wesentlich niedrigerer Service- und Administrationsaufwand für die Unternehmens-Hardware. Aber was heißt „Virtualisierung“ eigentlich?. Laut Internet-Lexikon Wikipedia Definition bezeichnet: „Virtualisierung Methoden, die es erlauben, Ressourcen eines Computers (insbesondere im Server-Bereich) zusammenzufassen oder aufzuteilen. Primäres Ziel ist, dem Benutzer eine Abstraktionsschicht zur Verfügung zu stellen, die ihn von der eigentlichen Hardware – Rechenleistung und Speicherplatz – isoliert.

"Wir benutzen virtuelle Datenbanken schon täglich zum Beispiel beim googeln", so Ulrich Schach von ISG Informatik Service

GmbH, der gemeinsam mit seinem Techniker Herwig Schramm unter dem Motto "jung, dynamisch, virtualisiert?" die Risiken der Realisierung von Virtualisierung präsentierte. Eine wichtige Forderung ist dabei die Sicherheit der Daten und stete Verfügbarkeit. Die konsequente Fortführung von Virtualisierung ist Cloud Computing. Hierbei kann der Fachmann den Nutzern via Internet "virtuelle Server" konstruieren, die je nach Bedarf mit Speicherkapazitäten, Anwenderprogrammen, ausgestattet sind. Der Anbieter hält allerdings diese Ressourcen nicht physisch vor, sondern greift in einer virtuellenAngebotswolke die benötigten Applikationen heraus. Wie man "seinen" Computer innerhalb weniger Minuten konstruiert, demonstrierte Thomas Reichenberger, Leiter des Competencecenter von ACP IT-Solution AG.

Moderator Professor Dr. Roland Feindor verwies darauf, dass man unbedingt "einen kompetenten Partner bei der Umsetzung von Virtualisierung und Cloud Computing" braucht und Sicherheitsaspekte wie mehrfache Datensicherung beachtet werden müssen. Die virtuelle "Maschine" ist genauso zu schützen, wie ein realer Computer. Zudem sind auch Softwart-Lizenzgebühren und Anbietergebühren zu entrichten.

Fazit: Virtualisierung und Cloud Computing bietet Chancen, muss aber in jedem Einzelfall gut überdacht sein. Nach den Vorträgen nutzten die zahlreichen Tagungsteilnehmer die Chance zu persönlichen Gesprächen und Beratung der ausstellenden Anbieter.

Claudia Sieberath

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