Staatssekretär an der HS Rosenheim

Bernd Sibler: "Des gheard sich so!"

(v.l.) Walter Schatt, Bernd Sibler und Heinrich Köster
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(v.l.) Walter Schatt, Bernd Sibler und Heinrich Köster

Rosenheim - Der neue Kultusstaatssekretär Bernd Sibler stattete der Hochschule Rosenheim seinen Antrittsbesuch ab. Im Gespräch mit den Studierenden erfuhr er, wo der Schuh drückt.

Alle Hochschulen besuchen und sich mehr als die Aktenlage aneignen, das nehme sich der neue Kultusstaatssekretär Bernd Sibler zum Beginn seiner Amtszeit vor. Zusammen mit den politischen Vertretern Klaus Stöttner und Otto Lederer, besuchte der Niederbayer deshalb am Donnerstag die Hochschule Rosenheim. Zusammen mit dem Präsidenten der Hochschule, Heinrich Köster und dem Vorsitzenden des Hochschulrats und Unternehmer Walter Schatt, setzten sich die Politiker an einen runden Tisch mit Vertretern der Studierenden. "Des gheard sich so!" meint der Staatssekretär. Wo es bei den Studenten schief läuft wurde dabei schnell auf einen Punkt gebracht.

Finanzielle Belastung der Studenten

Bezahlbarer Wohnraum in Rosenheim und die logistische Anbindung der Hochschule waren die größten Wünsche der Studenten. "Zwischen 300 und 500 Euro muss man in Rosenheim mindestestens rechnen, wenn man Glück hat," erwiderte einer der Studenten auf die Frage nach der aktuellen Situation. "Und die Wartelisten für die Studentenwohnheime sind lang!" Angesichts von aktuell ca. 5000 Studierenden in Rosenheim, könne Sibler diese Sorgen durchaus nachvollziehen. Man suche selbstverständlich den Dialog mit dem Studentenwerk, könne hier jedoch größtenteils nur koordinatorische Aufgaben übernehmen. Nach der kommenden Kommunalwahl im März sehe Sibler jedoch die Zeit reif, sich in enger Zusammmenarbeit mit den Kommunen in ganz Bayern darum zu kümmern, den fehlenden, bezahlbaren Wohnraum für Studenten in Angriff zu nehmen. Wichtig sei hier, dass die Städte auch die Bauanträge unterstützten und, soweit vorhanden, mit Sponsoren diese auch finanziell voranzutreiben.

"Vernetzung vorbildlich"

In anderen Punkten, wie zum Beispiel Forschung, Lehre und Profilbildung, sehe Bernd Sibler die Hochschule jedoch auf dem besten Weg. Die Tatsache, dass die Institution weit über die Grenzen Bayerns, ja sogar Deutschlands für Studiengänge wie in erster Line Holztechnik bekannt sei, werde davon untermauert, dass viele Studenten aus allen Teilen der Republik nach Rosenheim kommen, um hier vom Erfahrungsschatz und den Möglichkeiten zu profitieren, so Sibler. Weiter lobte er die gute Vernetzung der Hochschule mit der einheimischen Wirtschaft, die stets nur gegenseitig voneinander profitieren könnten. Dieser Meinung schloß sich auch Walter Schatt, Vorsitzender des Hochschulrats und Unternehmer, an. Weiter bedankte sich Schatt für die offenen Ohren, die die Hochschule dabei im Ministerium genieße.

Der Präsident der Hochschule Rosenheim, Heinrich Köster, rief danach noch einmal die enorme Bedeutung der Bildungseinrichtung als Standortfaktor in der Region ins Gedächtnis. Bei einem Einzugsbereich von knapp 1 Mio. Menschen spiele neben der Bildung die Logistik eine entscheidende Rolle. Um Rosenheim dabei weiterhin attraktiv zu halten, müssten diese Aspekte dringend in der Stadtentwicklung berücksichtigt werden.

Bernd Sibler zu Gast in Rosenheim

Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim 
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Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim  © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim  © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim
Bernd Sibler an der Hochschule Rosenheim © sl

Otto Lederer, in seiner Funktion als Mitglied des Bildungsausschusses, lobte weiter das Engagement des Staatssekretärs, sich persönlich für die Probleme der Studierenden einzusetzen. Klaus Stöttner, Vorsitzender des Kurratoriums der Hochschule, zeigte sich hingegen angetan von der finanziellen Unterstützung, die der Hochschule auch in den kommenden Jahren zu Teil werden soll. Neben einem Stellenzuwachs von über 100 Positionen in den letzten Jahren, erhalte die Hochschule alleine von staatlicher Seite Zuschüsse in Höhe von 17,4 Mio. Euro pro Jahr. Zur Sanierung und für Baumaßnahmen seien alleine in diesem Jahr weitere 17 Mio. Euro geplant.

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