Verkauf von Wohnungen

Ungewissheit für Rosenheimer GBW-Mieter

Rosenheim - Rund 4500 Wohnungen will die GBW verkaufen. Auch in Rosenheim könnten Mieter von einem erneuten Eigentümerwechsel betroffen sein.

Die früher staatlich kontrollierte Wohnungsgesellschaft GBW will nach der Übernahme durch ein privates Konsortium knapp 4500 Wohnungen verkaufen. Der Großteil der Wohnungen soll laut Zeitungsbericht aber nicht in München verkauft werden, sondern in strukturschwachen Räumen. Nach 2016 sollen keine Wohnungen mehr abgestoßen werden. Die GBW mit ihren insgesamt über 30.000 Wohnungen ist Bayerns größte Wohnungsgesellschaft und gehörte früher der BayernLB.

Ob auch GBW-Wohnungen in Rosenheim von dem Verkauf betroffen sind, lässt sich das Unternehmen nicht entlocken. Eine Sprecherin teilte mit, "dass wir (die GBW; Anm. d. Red.) über laufende bzw. zukünftige Verkäufe nicht im Detail berichten." Man prüfe kontinuierlich den möglichen Verkauf von Wohnungen, wie auch den möglichen Ankauf neuer Wohnungen. Beides gehöre zum "aktiven Portfoliomanagement der GBW Gruppe". Eine verlässliche Auskunft für die Rosenheimer Mieter gibt es also im Augenblick nicht.

Die 980 Rosenheimer GBW-Wohnungen haben erst 2013 den Besitzer gewechselt - so wie die alle der rund 32.000 GBW-Wohnungen in Bayern. Die Landesbank hatte die Wohnungsgesellschaft 2013 an ein Konsortium um den Augsburger Immobilienkonzern Patrizia verkauft, um die Sanierungsauflagen der EU-Kommission zu erfüllen.

Finanzminister Markus Söder (CSU) betonte, dass die Sozialcharta für die Mieter auch im Fall von Wohnungsverkäufen weiter gelte. „Die Sozialcharta gibt es, und die muss eingehalten werden“, sagte Söder in München. „Verkauf bricht nicht Recht.“

dpa/rm

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare